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Klimawandel und Gesundheit in Bayern
Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit zu verringern, ist die Umsetzung von geeigneten Klimaanpassungsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beschäftigte sich auch 2024 im Rahmen des Bayerischen Kompetenzzentrums für Gesundheitsschutz im Klimawandel sowie in verschiedenen (Forschungs-)Projekten, wie z. B. dem Verbundprojekt Klimawandel und Gesundheit (VKG) mit gesundheitlichen Auswirkungen und der Anpassung an den Klimawandel.
Bayerisches Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel
Das Kompetenzzentrum berät bayerische Kommunen bei der Entwicklung von Hitzeanpassungsmaßnahmen bzw. Hitzeaktionsplänen. Besonders hervorzuheben ist das kostenlose Angebot des Kompetenzzentrums für individuelle Beratungstermine.
Die Beratungen fokussieren sich auf folgende Themen:
- Unterstützung bei der Entwicklung eines Hitzeaktionsplans
- Bereitstellung von Materialien, die bei der Erarbeitung von Hitzeaktionsplänen bzw. bei der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen helfen, wie beispielsweise der „Handlungsleitfaden zur Konzeption von Hitzeaktionsplänen für Kommunen“
- Informationen zu Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen bayerischen Kommunen
- Verweis auf Fördermöglichkeiten für Kommunen zum Thema Hitzeanpassungsmaßnahmen
- Fachliches Feedback unserer Expertinnen zu bereits bestehenden Hitzeaktionsplänen
Nach den Beratungsgesprächen steht das Kompetenzzentrum den Kommunen weiterhin zu Fragen zu Hitzeanpassungsmaßnahmen als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.
Neben der Beratung der Kommunen ist ein weiterer Schwerpunkt des Kompetenzzentrums die Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsschutz im Klimawandel (LAGiK), welche aus 30 Mitgliedern (Stand 2025) besteht, die interdisziplinär zu Hitzepräventionsmaßnahmen zusammenarbeiten. Jährlich werden durch die LAGiK Veranstaltungen (z. B. Kommunale Vernetzungstreffen, Fachtagung Hitzeanpassung in der Pflege) organisiert, um verschiedene Akteure, unter anderem aus Kommunen und dem Pflegebereich, für Hitzeanpassungsmaßnahmen zu sensibilisieren.
Ausführliche Informationen über aktuelle Forschungsprojekte im Kontext Klimawandel und Gesundheit und deren Schwerpunkte erhalten Sie unter dem Link (Forschungs-)Projekte am LGL.
Fortschritte im Projekt „Zielgruppenspezifische Risikokommunikation zu Klimawandel und Gesundheit (ZebRA)“
Es gibt bereits zahlreiche Informationen und Materialien, die sich mit einzelnen Themen aus dem Bereich Klimawandel und Gesundheit beschäftigen. Bislang fehlte jedoch ein Angebot, das für verschiedene Zielgruppen - wie Kinder, Erwachsene und ältere Menschen - umfassende Informationen und praktisch anwendbare Handlungsempfehlungen zu den vielfältigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit gebündelt bereitstellt.
Das Projekt ZebRA verfolgt daher das Ziel, geeignete Risikokommunikationsangebote zu entwickeln, um das Bewusstsein von Bürgerinnen und Bürgern zu schärfen und sie zu ermutigen, sich intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit auseinanderzusetzen. Gleichzeitig sollen sie befähigt werden, Kompetenzen im Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels zu entwickeln. Das Projekt wird im Rahmen des Verbundprojektes Klimawandel und Gesundheit, finanziert durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) und das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV), durchgeführt.
In 2024 wurden auf Grundlage einer Bedarfsanalyse bei Bürgerinnen und Bürgern der Partnerkommune Landsberg am Lech eine Broschüre, Webseite, App (Google Playstore, Apple App-Store) und Rallye entwickelt. Geplant ist, diese Kommunikationsangebote im Sommer 2025 für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Bayerische Kommunen haben im Anschluss an das Projekt die Möglichkeit, kostenlos eigene Rallyes vor Ort zu erstellen und in die App aufnehmen zu lassen, sodass zukünftig in ganz Bayern Rallyes in der App angeboten werden können.
Abb. 3: Die Rallye „Heroes for Future“ geeignet ab acht Jahren, ist digital über die App abrufbar und lädt zu einer Schnitzeljagd ein. Dabei müssen Aufgaben gelöst werden, um die nächsten Rallye-Stationen freizuschalten. Das Wissen wird über kurze Erklärvideos vermittelt. Am Ende der Rallye können sich Teilnehmende eine verdiente Urkunde herunterladen.
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