Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Impfung gegen COVID-19

Hinweis: Das LGL bemüht sich, diese Seite für Sie aktuell zu halten. Die Impfempfehlungen werden jedoch von der STIKO beständig an die neuste Datenlage angepasst. Die aktuellste Version finden Sie daher immer auf der RKI-Seite: FAQ COVID-19 und Impfen und Übersicht der STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung

Allgemeine Fragen

Wozu impfen?

Das weltweite Geschehen der COVID-19-Pandemie zeigt: die Infektion mit neuen Varianten von SARS-CoV-2 ist weiterhin ernst zu nehmen. Sie verläuft zwar – insbesondere bei jüngeren Personen und auch im Rahmen der aktuellen Omikronwelle – häufig mild, kann aber auch zu schweren und folgenreichen, bis hin zu tödlichen Erkrankungsverläufen führen.

In Bayern wurden in Zusammenhang mit COVID-19 bislang über 24.000 Todesfälle registriert (Stand 2.8.2022). Die COVID -19-Impfung bietet in hohem Maße Schutz vor schweren Erkrankungen und Krankheitsverläufen. Und trägt deutlich zur Begrenzung der belastenden Pandemiefolgen bei.

Vor allem für Risikogruppen, wie ältere Menschen und Personen mit Immunschwäche oder bestimmten Grunderkrankungen, wie z. B. Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder chronischen Lungenerkrankungen kann die Impfung lebensrettend sein.

Für Personen, deren Grundimmunisierung länger als 6 Monate zurückliegt, ist aktuell eine Auffrischimpfung (Booster) für den bestmöglichen Immunschutz sehr wichtig. Für bestimmte Risikogruppen (wie Personen ab 60 Jahre) wird aktuell auch eine 2. Auffrischimpfung empfohlen

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: z. B. Frage „Warum sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?“ und auf der Seite des BMG unter Aktuelle Informationen zur COVID-19-Impfung: Fragen und Antworten zum Impfen - Bundesgesundheitsministerium

Ist die Impfung sicher?

Die Sicherheit der Impfstoffe wurde schon vor der Zulassung in großen Studien mit jeweils meist über 30.000 Freiwilligen geprüft. Die Verträglichkeit und Sicherheit dieser Impfungen wird kontinuierlich von der zuständigen Behörde, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), sowie durch weitere wissenschaftliche Studien untersucht. Diese Daten zeigen, dass es nur in seltenen oder sehr seltenen Fällen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommt. Die STIKO ist stets auf die höchstmögliche Sicherheit bedacht und hat daher auch in der Vergangenheit die Empfehlungen angepasst. Typische Impfreaktionen nach der Impfung wie Kopfschmerzen, grippeähnliche Beschwerden, Schmerzen an der Einstichstelle u. a. zeigen die Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff an. Sie dauern aber meistens nicht länger als wenige Tage.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: Abschnitt „Sicherheit“ sowie in den Sicherheitsberichten des PEI.

Wo kann ich mich impfen lassen?

Wo finde ich weitere Informationen zur COVID-Impfung?

Weitere Informationen zur Impfung gegen das Coronavirus finden Sie hier:

StMGP: Impfung gegen das Coronavirus
BMG: Fragen und Antworten zur COVID-19-Impfung
Zusammen gegen Corona | Bundesminister für Gesundheit
RKI: FAQ COVID-19 und Impfen
PEI: FAQ Coronavirus und COVID -19

Daten zu den COVID-19-Impfungen:

Die Daten werden am RKI aufbereitet, visualisiert und unter www.rki.de/covid-19-impfquoten sowie in einem Impfdashboard des Bundesministeriums für Gesundheit bereitgestellt.

Meldungen zu Verdachtsfällen von COVID-19-Impfnebenwirkungen:

Wer zahlt die Impfungen?

Die Impfung in den Impfzentren oder durch mobile Impfteams ist für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos - unabhängig vom Versicherungsstatus.

Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen, gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung, die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

Die Abrechnung der Kosten für die Impfleistung beim Hausarzt oder anderen Fachärzten erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung.

Ist ein Abstand zwischen der COVID-19-Impfung und anderen Impfungen nötig?

Gemäß Empfehlung der STIKO muss zwischen COVID-19-Impfungen und der Verabreichung anderer Totimpfstoffe kein Impfabstand mehr eingehalten werden. Die Impfungen können simultan, d.h. gleichzeitig, verabreicht werden. Unter der Voraussetzung, dass eine Indikation zur Impfung sowohl gegen andere Erkrankungen, wie Influenza als auch gegen COVID-19 besteht, ist die gleichzeitige Verabreichung der beiden Impfstoffe möglich. Die Injektion soll jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen. Bei einer gleichzeitigen Gabe von 2 Impfstoffen ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger als bei der getrennten Gabe auftreten können. Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Impfstoffe im Allgemeinen denen bei jeweils alleiniger Anwendung. Eine ausführliche Aufklärung der zu impfenden Person über die möglichen, vermehrten vorübergehenden lokalen und systemischen Impfreaktionen ist bei der gleichzeitigen Gabe von COVID -19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen (inkl. Influenza-Hochdosis-Impfstoffen) besonders wichtig.

Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI -COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), z. B. Frage „Sollten andere Impfungen während der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie durchgeführt werden?“

Fragen zu Impfstoffen

Welche unterschiedlichen COVID-19-Impfstoff-Typen gibt es?

Alle Impfstoffkandidaten basieren auf dem Grundprinzip, dem Immunsysteme Teile des neuartigen Coronavirus (= Antigene) zu präsentieren, so dass der Körper eine Immunität gegenüber dem Erreger aufbauen kann. Die unterschiedlichen Impfstoff-Kandidaten nutzen verschiedene Ansätze. Dabei gibt es derzeit zwei Hauptentwicklungslinien: inaktivierte oder proteinbasierte Totimpfstoffe und mRNA/DNA-Impfstoff.

mRNA-Impfstoffe enthalten einen Teil der Erbinformation des Virus in Form von mRNA, die den Bauplan für ein Virusprotein bereitstellt. Nach der Impfung wird die mRNA von menschlichenKörperzellen aufgenommen (der Transport der Virus-mRNA in die menschlichen Zellen erfolgt mittels Lipid-Nanopartikeln). Die Körperzellen nutzen die RNA als Vorlage, um die Virusproteine selbst zu produzieren. Da aber nur ein Bestandteil des Virus gebildet wird, können so keine kompletten vermehrungsfähigen Viren entstehen. Die mittels der mRNA neu gebildeten Virusproteine wirken als Antigene: Sie aktivieren das Immunsystem und erzeugen so eine schützende Immunantwort. Die mRNA des Impfstoffs wird – wie auch körpereigene mRNA – sehr rasch in der Zelle abgebaut.

Bei Vektorimpfstoffen dient ein abgeschwächtes Virus als Transportmittel (Vektor) für die Virus-mRNA bzw. DNA-Teile in wenige Körperzellen. Der Ebola-Impfstoff Ervebo, der im November 2019 die europäische Zulassung durch die Europäische Kommission erhielt, ist bereits ein Vektorimpfstoff.

Bei Totimpfstoffen mit Virusproteinen wird die Erbinformation mit dem Bauplan für die Virusproteine in Bakterien, Hefe oder in Säugerzellen eingebracht, die dann die Virusproteine produzieren. Nach der Reinigung werden die entstandenen Virusproteine als Antigene im Impfstoff verwendet.

Nähere Infos dazu auf den Seiten des Paul-Ehrlich-Instituts, z. B. COVID-19-Pandemie – Impfstoffe im Fokus

Weitere Informationen finden Sie auch in den FAQ zu COVID -19 und Impfen des RKI: Abschnitt „Impfstofftypen“

Wer darf und wer darf nicht mit Nuvaxovid geimpft werden?

Wer darf sich impfen lassen?

Die STIKO empfiehlt neben den bisherigen COVID-19-Impfstoffen den Impfstoff Nuvaxovid von Novavax zur Grundimmunisierung von Personen ab 12 Jahren. Hierbei sind zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 3 Wochen zu geben.

Personen, die eine produktspezifische, medizinische Kontraindikation gegenüber den anderweitig verfügbaren COVID -19-Impfstoffen aufweisen, können mit Nuvaxovid geimpft werden (zur Vervollständigung der Grundimmunisierung, für Ungeimpfte nach durchgemachter SARS-CoV-Infektion und trotz fehlender Zulassung auch als Auffrischimpfung einsetzbar).

Wer darf sich nicht impfen lassen?
Die Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft und Stillzeit wird aktuell nicht empfohlen.

Für Kinder und Jugendliche <12 Jahren ist Nuvaxovid noch nicht zugelassen und wird nicht von der STIKO empfohlen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI-COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Frage „Wem empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung mit Nuvaxovid?“ und Alles Wichtige zu Nuvaxovid® von Novavax | Zusammen gegen Corona

Was empfiehlt die STIKO nach Impfung mit den nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen CoronaVac, Covilo, Covaxin und Sputnik V?

In der 19. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung gibt die STIKO Empfehlungen für Personen, die eine mit einem der nicht in der EU zugelassenen Ganzvirusimpfstoffe (CoronaVac, Covilo und Covaxin) oder dem vektorbasierten Impfstoff Sputnik V vorgeimpft sind. Das Ziel ist ein Impfschutz, der nach einer Grundimmunisierung mit in der EU zugelassenen Impfstoffen und Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff vorliegt.

  • Personen, die eine vollständige Grundimmunisierung oder eine Grundimmunisierung plus Auffrischimpfung mit einem der oben genannten Impfstoffe erhalten haben, wird eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff im Abstand von mindestens 3 Monaten zur vorangegangenen Impfstoffdosis empfohlen. Ist nach der Grundimmunisierung eine labordiagnostisch gesicherte SARS- CoV-2-Infektion aufgetreten, soll die mRNA-Impfung frühestens 3 Monate nach der Infektion erfolgen
  • Personen, die bisher nur eine Impfstoffdosis der o.g.Impfstoffe erhalten haben, wird eine neue Impfserie mit Grundimmunisierung plus Auffrischimpfung gemäß den STIKO-Empfehlungen empfohlen.
  • Für Personen, die mit anderen als den oben aufgeführten nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen geimpft wurden, gilt weiterhin die STIKO-Empfehlung einer neuen Impfserie mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff.

Die Wahl des mRNA-Impfstoffes erfolgt gemäß den aktuellen STIKO-Empfehlungen.

Weitere Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI -COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Frage „Wie sollen Personen geimpft werden, die mit den nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen Sinovac, Sinopharm, Bharat Biotech International Ltd. oder Sputnik V geimpft wurden?“.“ Die Tabelle auf auf S. 4 der 19. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung gibt eine knappe Übersicht über das empfohlene Vorgehen.

Fragen zu Impfempfehlungen und einrichtungsbezogenen Impfpflicht

Welches Impfschema empfiehlt die STIKO?

Die von der STIKO für Immungesunde empfohlenen COVID-19-Impfstoffe und Impfabstände sind in Tabelle 4 der 21. Aktualisierung der STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung (Stand 18.8.2022) zu finden.

Eine Übersicht aller bisherigen Aktualisierungen der STIKO-Impfempfehlungen finden Sie unter RKI: Impfungen- A-Z-Impfung- STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung.

Die Impfempfehlung nach Impfung mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen ist ebenfalls in Tabelle 4 der 21. Aktualisierung zu finden. Siehe auch Frage „Was empfiehlt die STIKO nach Impfung mit den nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen CoronaVac, Covilo, Covaxin und Sputnik V?“

Wie lautet die Impfempfehlung für positiv getestete und wieder genesene Personen?

Für das empfohlene Impfschema (Grundimmunisierung und Auffrischimpfung) für immungesunde Personen ab 5 Jahren, die eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, siehe Tabelle 7 der 21. Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID -19-Impfung (Stand 18.8.2022).

Bei genesenen Personen mit Immundefizienz soll im Einzelfall entschieden werden, wie viele weitere Impfstoffdosen für einen optimalen Schutz notwendig sind.

Weitere Informationen finden Sie u. a. beim RKI unter COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen, Frage "Wie sollten Personen geimpft werden, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion haben und bisher eine unvollständige Impfserie erhalten hatten?", „Sollten sich Kinder, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, noch impfen lassen?“

Wie lautet die Empfehlung für Kinder und Jugendliche?

Für die detaillierte Impfempfehlung nach Alters- bzw. Personengruppe, s. Tabelle 2 der 23. Aktualisierung der COVID -19-Impfempfehlung (Stand 17.11.2022). In Tabelle 4 sind die empfohlenen Impfstoffe und Impfabstände je Personengruppe aufgelistet. Die genaue Empfehlung für immungesunde Personen mit SARS-CoV-2--Infektion ist Tabelle 7 zu entnehmen.

Für welche Personen gilt ab dem 15.03.2022 eine einrichtungs- bzw. tätigkeitsbezogene COVID-19-Impfpflicht?

Weitere Informationen hierzu finden Sie bei den FAQ des Bayerischen Gesundheitsministeriums: Fragen zur einrichtungs- bzw. tätigkeitsbezogenen COVID- -19-Impfpflicht

Fragen zu Auffrischungsimpfungen

Was bringt boostern?

Aktuelle Daten zeigen, dass der Impfschutz innerhalb von ca. 3 bis 6 Monaten abnimmt. Es kommt häufiger zu Ansteckungen und COVID-19-Erkrankungen (sog. Impfdurchbrüchen). Die Auffrischungsimpfung (Booster) sorgt für einen längerfristigen robusten Impfschutz. Insbesondere verringert eine Auffrischimpfung auch das Risiko, jemand anderen anzustecken. Der Schutz kann sich je nach vorherrschender Erregervariante unterscheiden.

Die Kombination aus Grundimmunisierung und Auffrischimpfung ist bereits von vielen anderen Impfungen bekannt (z. B. Tetanus, FSME u. a.). Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (Ältere und weitere Risikogruppen) ist die (ggf. auch zweite) Auffrischimpfung besonders wichtig.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: z. B. Frage „Warum empfiehlt die STIKO allen Personen ab 12 Jahren eine Auffrischimpfung?“ und auf der Seite des BMG unter Auffrischungsimpfung - Zusammen gegen Corona.

Wer sollte eine Auffrischimpfung (Booster) erhalten und wann?

Die STIKO empfiehlt allen Immungesunden ab 12 Jahren eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff. Für die detaillierte Impfempfehlung nach Personengruppe siehe Tabelle 2 der 21. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung (Stand 18.8.2022). In Tabelle 4 sind die empfohlenen Impfstoffe und Impfabstände für Grundimmunisierung und 1. Auffrischimpfung je Personengruppe aufgelistet.

Empfehlungen zu Indikationsgruppen, Impfstoffen und Impfabständen für die 2. Auffrischimpfung siehe Tabelle 5 der 21. Aktualisierung.Die genaue Empfehlung für immungesunde Personen mit SARS-CoV-2-Infektion ist Tabelle 7 der zu entnehmen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI -COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wem wird eine 2. Auffrischimpfung empfohlen?

Die STIKO empfiehlt verschiedenen Personengruppen nach drei immunologischen Ereignissen (z.B. Grundimmunisierung plus 1. Auffrischimpfung oder Grundimmunisierung plus SARS-CoV-2-Infektion) eine weitere Auffrischimpfung mit einem mRNA -Impfstoff.

Dazu gehören

  • Menschen ab dem Alter von 60 Jahren,
  • Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege,
  • Personen mit Immunschwäche ab 5 Jahren,
  • Personen ab 5 Jahren, die infolge von Grunderkrankungen das Risiko für einen schweren COVID -19-Verlauf haben und
  • Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen

Die genaue Empfehlungen zu Indikationsgruppen, Impfstoffen und Impfabständen zur weiteren Auffrischimpfung gegen COVID-19 finden Sie in Tabelle 5 der 21. Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID -19-Impfung.

Weitere Informationen finden Sie beim RKI unter COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen "Warum wird bestimmten Personengruppen eine 2. Auffrischimpfung empfohlen?"

Erkrankungsbezogene Fragen

Kann es trotz COVID-19-Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung kommen?

Geimpfte und Genesene können auch ansteckend sein oder sich neu infizieren, da die Impfung keinen 100 %-igen Schutz bietet und der Impfschutz über die Zeit nachlässt. Die Impfung schützt vor allem vor schweren Verläufen und Tod, auch unter der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante.

Weitere Informationen u.a. zur Wirksamkeit und Impfdurchbrüchen lassen sich auch dem Wochenbericht des RKI entnehmen: RKI - Coronavirus SARS-CoV - Aktuelle Situationsberichte, Wochenberichte und COVID -19-Trends im Überblick.

Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI - COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Fragen „Kann es trotz COVID-19-Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung kommen?“ und, „Wie wirksam sind die COVID-19-Impfstoffe?

Kann ich mich bei Allergien impfen lassen?

Auch Menschen mit häufigen Allergien wie Heuschnupfen oder Neurodermitis können sich mit den zugelassenen Impfstoffen gegen COVID -19 impfen lassen.

Ausnahmen sind hier nur schon bekannte und zumeist sehr seltene Allergien auf einen Inhaltsstoff des speziellen COVID-19-Impfstoffs (wie z. B. Allergie gegen Polyethylenglykol) oder eine schwere Unverträglichkeitsreaktion bei einer früheren COVID-19-Impfung. In diesen Fällen oder bei Unsicherheiten berät Sie Ihr Arzt oder Ihre Ärztin gerne.

Weitere Informationen finden Sie u. a. beim RKI unter COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen, Frage "Was ist bei Patient:innen mit bekannten Allergien vor einer Impfung gegen COVID -19 mit einem mRNA-Impfstoff zu beachten?“

Kann ich mich auch mit Vorerkrankungen impfen lassen?

Gerade für Personen mit bestimmten Grunderkrankungen, wie z. B. Immunschwäche, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs wird die Impfung gegen COVID-19 besonders empfohlen, da ein erhöhtes Risiko für schwere COVID -19-Verläufe besteht und die Impfung für sie lebensrettend sein kann. Die meisten Vorerkrankungen stellen keinen Hinderungsgrund für die Impfung gegen COVID-19 dar, zumal es im Falle von seltenen Gegenanzeigen eine Auswahl von Impfstofftypen (mRNA-, vektor-, und proteinbasiert) gibt. So sind zum Beispiel Menschen mit Thromboserisiko oder Thrombosen in der Vorgeschichte von den seltenen Nebenwirkungen bei den COVID-19 dar, zumal es im Falle von seltenen Gegenanzeigen eine Auswahl von Impfstofftypen mRNA-Impfstoffen nicht häufiger betroffen als Menschen ohne Thromboserisiko. Auch bei therapeutisch gut eingestellten Autoimmunerkrankungen bzw. Menschen mit beeinträchtigtem Immunsystem (Immundefizienz) – sei es durch Erkrankung oder eine Therapie – wird unbedingt zu einer Impfung geraten. Sie gehören ebenfalls zur Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf. Auch wenn die Immunantwort auf die Impfung im Allgemeinen nicht genauso gut ausfällt wie bei Personen ohne Immundefizienz, so trägt die Impfung doch erheblich zum Schutz vor einer schweren Erkrankung bei.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI, z. B. Frage „Welche medizinischen Gründe (Kontraindikationen) sprechen gegen die COVID -19-Impfung?

Welche Empfehlung gilt für Menschen mit Immundefizienz (Immunschwäche)?

Bisher ungeimpfte Personen ab 5 Jahren mit Immundefizienz (ID) sollen gemäß STIKO eine Grundimmunisierung und 2 Auffrischimpfungen mit einem mRNA-Impfstoff nach der altersspezifischen Empfehlung erhalten.

Bei schwer immundefizienten Personen ab 5 Jahren mit stark verminderter Impfantwort können mehrere Impfstoffdosen zur Optimierung der primären Impfserie notwendig sein (s. Tab. 9 der 21. Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID -19-Impfung (Stand 18.8.2022).

Für eine orientierende Übersicht des Grades der ID und ob eine serologische Kontrolle nach COVID -19-Impfung empfohlen ist, siehe Tabelle 8 der 21. Aktualisierung.

Bei Personen mit Immundefizienz, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren, soll im Einzelfall entschieden werden, wie viele weitere Impfstoffdosen für einen optimalen Schutz notwendig sind.

Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI -COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Abschnitt „Impfung bei Immunschwäche (Immundefizienz)“

Wirkt die Corona-Impfung bei Menschen mit einer PFOA-Belastung im Blut schlechter?

Bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die COVID-19-Schutzimpfung aufgrund einer PFOA-Belastung weniger wirksam wäre. Studien, die sich spezifisch mit der Frage befassen, wie die Immunreaktion nach einer Impfung mit Vakzinen gegen COVID-19 durch PFOA beeinflusst wird, liegen bislang nicht vor. Die Aussagekraft solcher Studienergebnisse würde zudem stark eingeschränkt, da derzeit für Geimpfte keine serologischen Korrelate (Menge von Antikörpern, die sich nach einer Impfung aufbaut und die auf Immunität hindeutet ) definiert sind, d.h. derzeit kann kein Schwellenwert angegeben werden, ab dem ein sicherer Schutz angenommen werden kann. Die Fragestellung wird in der Wissenschaft vielfach diskutiert, beispielsweise werden in den USA einige Studien dazu auf den Weg gebracht (siehe z. B. PFAS exposure and response to COVID-19 vaccine study). Ergebnisse liegen jedoch bislang nicht vor.

Familienbezogene Fragen

Impfung auch bei Kinderwunsch?

Die verfügbaren COVID-19-Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden. Seit Beginn der weltweiten Impfkampagne gab und gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Fruchtbarkeit bei Frauen oder Männern vermindert wird. Dies bestätigen auch die Vertreter der bayerischen Frauenärzte und Frauenärztinnen in der Bayerischen Landesarbeitsgesmeinschaft Impfen (LAGI). Um bei einer zukünftigen Schwangerschaft bereits von Anfang an optimal gegen COVID-19 geschützt zu sein, wird die COVID-19 Impfung bei Kinderwunsch von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausdrücklich empfohlen. Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: Abschnitt „Impfung bei Schwangeren, Stillenden und bei Kinderwunsch“, auf der Seite des BMG unter Gesundheit von Frauen in der Corona-Pandemie- Zusammen gegen Corona: "Sollte ich mich gegen COVID-19 impfen lassen, wenn ich schwanger werden möchte?" und auf der Seite der BzgA infektionsschutz.de -  Corona-Schutzimpfung in Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kinderwunsch

Können Schwangere und Stillende sich impfen lassen?

Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID -19-Verlauf. Wenn noch weitere Risikofaktoren vorliegen, steigt dieses Risiko weiter. Daher empfiehlt die STIKO Schwangeren die Impfung ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel mit dem mRNA -Impfstoff Comirnaty. Studien haben gezeigt, dass der empfohlene Impfstoff auch in der Schwangerschaft gut verträglich und sicher ist. Beraten Sie sich hierzu mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: Abschnitt „Impfung bei Schwangeren, Stillenden und bei Kinderwunsch“ sowie auf der Seite des BMG unter Gesundheit von Frauen in der Corona-Pandemie- Zusammen gegen Corona.

Wie sicher ist die Impfung während der Stillzeit?

Stillenden wird eine COVID-19-Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von 3-6 (Comirnaty) bzw. 4-6 Wochen (Spikevax) empfohlen. Stillende unter 30 Jahren sollen mit Comirnaty geimpft werden (s. FAQ des Robert Koch-Instituts "Impfung bei Schwangeren, Stillenden und bei Kinderwunsch")

Zum jetzigen Zeitpunkt wird die Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

Gehen mütterliche Antiköper beim Stillen auf das Baby über?

Sowohl während einer COVID-19-Infektion als auch nach einer mRNA-Impfung können geringe Mengen an Antiköpern (sekretorisches IgA-Antikörper, IgG-Immunglobulin) in die Muttermilch übergehen. Welche Antiköper und wieviel in der Muttermilch nachweisbar sind, hängt von der Immunantwort der Mutter, vom verwendeten Impfstoff und dem Zeitpunkt nach der ersten und zweiten Impfung, an dem die Antikörper bestimmt werden, ab.