Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Impfung gegen COVID-19

Hinweis: Das LGL bemüht sich, diese Seite für Sie aktuell zu halten. Die Impfempfehlungen werden jedoch von der STIKO beständig an die neuste Datenlage angepasst. Die aktuellste Version finden Sie daher immer auf der RKI-Seite: FAQ COVID-19 und Impfen und Übersicht der STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung

Fragen zur Impfung

Wozu impfen?

Das weltweite Geschehen der COVID-19-Pandemie zeigt: es handelt sich um eine ernstzunehmende Infektion mit SARS-CoV-2. Sie verläuft zwar – insbesondere bei jüngeren Personen und auch im Rahmen der aktuellen Omikronwelle – häufig mild, kann aber auch zu schweren und folgenreichen, bis hin zu tödlichen Erkrankungsverläufen führen. In Bayern wurden in Zusammenhang mit COVID-19 bislang über 20.000 Todesfälle registriert (Stand 1.2.2022). Die COVID-19-Impfung bietet in hohem Maße Schutz vor schweren Erkrankungen und Krankheitsverläufen. Und trägt deutlich zur Begrenzung der belastenden Pandemiefolgen bei.

Vor allem für Risikogruppen, wie ältere Menschen und Personen mit Immunschwäche oder bestimmten Grunderkrankungen, wie z. B. Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder chronischen Lungenerkrankungen kann die Impfung lebensrettend sein.

Für Personen, deren vollständige Impfung länger als 3 Monate zurückliegt, ist aktuell eine Auffrischimpfung (Booster) für den bestmöglichen Immunschutz sehr wichtig. Für bestimmte Risikogruppen (wie Personen im Alter ab 70 Jahre) wird aktuell auch eine 2. Auffrischimpfung im Mindestabstand empfohlen.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: z. B. Frage „Warum sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?“ und auf der Seite des BMG unter Aktuelle Informationen zur COVID-19-Impfung: Fragen und Antworten zum Impfen - Bundesgesundheitsministerium

Ist die Impfung sicher?

Die Sicherheit der Impfstoffe wurde schon vor der Zulassung in großen Studien mit jeweils meist über 30.000 Freiwilligen geprüft. Die Verträglichkeit und Sicherheit dieser Impfungen wird kontinuierlich von der zuständigen Behörde, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), sowie durch weitere wissenschaftliche Studien untersucht. Diese Daten zeigen, dass es nur in seltenen oder sehr seltenen Fällen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommt. Die STIKO ist stets auf die höchstmögliche Sicherheit bedacht und hat daher auch in der Vergangenheit die Empfehlungen angepasst. Typische Impfreaktionen nach der Impfung wie Kopfschmerzen, grippeähnliche Beschwerden, Schmerzen an der Einstichstelle u. a. zeigen die Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff an. Sie dauern aber meistens nicht länger als wenige Tage. Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: Abschnitt „Sicherheit“.

Aktuelle Informationen zum Impfstatus unter COVID-19 Impfdashboard

Wo kann ich mich impfen lassen?

Was empfiehlt die STIKO nach Impfung mit den nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen CoronaVac, Covilo, Covaxin und Sputnik V?

In der 19. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung gibt die STIKO Empfehlungen für Personen, die eine mit einem der nicht in der EU zugelassenen Ganzvirusimpfstoffe (CoronaVac, Covilo und Covaxin) oder dem vektorbasierten Impfstoff Sputnik V vorgeimpft sind. Das Ziel ist ein Impfschutz, der nach einer Grundimmunisierung mit in der EU zugelassenen Impfstoffen und Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff vorliegt.

  • Personen, die eine vollständige Grundimmunisierung oder eine Grundimmunisierung plus Auffrischimpfung mit einem der oben genannten Impfstoffe erhalten haben, wird eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff im Abstand von mindestens 3 Monaten zur vorangegangenen Impfstoffdosis empfohlen. Ist nach der Grundimmunisierung eine labordiagnostisch gesicherte SARS- CoV-2-Infektion aufgetreten, soll die mRNA-Impfung frühestens 3 Monate nach der Infektion erfolgen
  • Personen, die bisher nur eine Impfstoffdosis der o.g.Impfstoffe erhalten haben, wird eine neue Impfserie mit Grundimmunisierung plus Auffrischimpfung gemäß den STIKO-Empfehlungen empfohlen.
  • Für Personen, die mit anderen als den oben aufgeführten nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen geimpft wurden, gilt weiterhin die STIKO-Empfehlung einer neuen Impfserie mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff.

Die Wahl des mRNA-Impfstoffes erfolgt gemäß den aktuellen STIKO-Empfehlungen.
Weitere Informationen erhalten Sie z.B. auf den Internetseiten des RKI - COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Frage „Welche Neuerungen ergeben sich durch die 19. Aktualisierung der STIKO-Impfempfehlung?“ Die Tabelle auf S. 4 der 19.Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung gibt eine knappe Übersicht über das empfohlene Vorgehen.

Für welche Personen gilt ab dem 15.03.2022 eine einrichtungs- bzw. tätigkeitsbezogene COVID-19-Impfpflicht?

Weitere Informationen hierzu finden Sie bei den FAQ des Bayerischen Gesundheitsministeriums: Fragen zur einrichtungs- bzw. tätigkeitsbezogenen COVID- -19-Impfpflicht

Welches Impfschema empfiehlt die STIKO?

Die STIKO empfiehlt für Immungesunde folgendes Impfschema für COVID-19-Impfstoffe: Tabelle 1 auf S. 3 der 18. Aktualisierung der STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung (Stand 15.2.2022)

Eine Übersicht der Impfempfehlungen finden Sie unter RKI: Impfungen- A-Z-Impfung- STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung-

Für die Impfempfehlung nach Impfung mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen, siehe Frage „Was empfiehlt die STIKO nach Impfung mit den nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen CoronaVac, Covilo, Covaxin und Sputnik V?“

Wie lautet die Empfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sowie Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren?

Die STIKO empfiehlt seit der 9. Aktualisierung der COVID -19-Impfempfehlung die COVID-19-Impfung für 12- bis 17-Jährige.
Die STIKO empfiehlt mit der 20. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung nun auch gesunden Kindern zwischen 5 und 11 Jahren eine Corona-Impfung. Sie sollen zunächst aber nur eine mRNA-Impfstoffdosis, vorzugsweise Comirnaty (10µg) bekommen.
Für Kinder und Jugendliche, sowie für alle Personen unter 30 Jahren, empfiehlt sie 2 Impfungen ausschließlich mit dem Impfstoff Comirnaty im Abstand von 3-6 Wochen. (13. Aktualisierung der COVID -19-Impfempfehlung).

Empfehlung für Kinder und Jugendliche nach SARS-CoV- 2-Infektion
Nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion empfiehlt die STIKO Kindern und Jugendlichen ab12 Jahren und Kindern von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankung eine einmalige Impfstoffdosis mindestens 3 Monate nach Infektion. (16. Aktualisierung der STIKO Impfempfehlung)

Nach aktuellem Wissensstand überwiegen die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen. Die Impfung erfordert wie bisher eine ärztliche Nutzen-Risiko-Aufklärung. Die STIKO spricht sich ausdrücklich dagegen aus, dass bei Kindern und Jugendlichen eine Impfung zur Voraussetzung sozialer Teilhabe gemacht wird.

Kinder- und Jugendliche im Alter von 5-17 Jahren mit besonderer Indikation für eine COVID-19 Impfung z. B. aufgrund eines erhöhten Risikos für schwere COVID-19-Verläufe wegen folgender Grunderkrankungen:

  • Adipositas (> 97. Perzentile des Body Mass Index (BMI))
  • Angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
  • Angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung <80 %) und Einkammerherzen nach Fontan-Operation
  • Chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion unterhalb der 5. Perzentile, definiert als z-Score-Wert < -1,64 für die forcierte Einsekundenkapazität (FEV1) oder Vitalkapazität (FVC) (ein gut eingestelltes Asthma bronchiale ist hier nicht gemeint)
  • Schweres oder unkontrolliertes Asthma bronchiale
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
  • Diabetes mellitus, wenn nicht gut eingestellt bzw. mit HbA1c-Wert >9,0%
  • Schwere Herzinsuffizienz
  • Schwere pulmonale Hypertonie
  • Syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
  • Trisomie 21
  • Tumorerkrankungen und maligne hämatologische Erkrankungen

Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI - COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Abschnitt „Impfung bei Kindern und Jugendlichen“

Was gilt für Personen, die einmal mit dem Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen geimpft worden sind?

Die STIKO empfiehlt für Personen, die einmal mit dem Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen geimpft worden sind eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff oder dem Impfstoff Nuvaxovid in einem Mindestabstand von vier Wochen, um die Grundimmunisierung zu optimieren. Eine anschließende Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff im Abstand von mindestens 3 Monaten nach der zweiten Impfung wird empfohlen.

Die Impfung mit COVID-19 Vaccine Janssen wird von der STIKO für Personen ab 60 Jahren empfohlen. Bei einer Kontraindikation gegen mRNA-Impfstoffe oder bei individuellem Wunsch ist es nach ärztlicher Aufklärung möglich, bei Erwachsenen unabhängig vom Alter für die Optimierung der Grundimmunisierung (2. Impfstoffdosis) oder für die 1. Auffrischimpfung (3. Impfstoffdosis) auch die COVID-19 Vaccine Janssen oder Nuvaxovid zu verwenden.

Für rechtliche Fragen zum gültigen Impfstatus siehe Coronavirus: Häufig gestellte Fragen - Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege Frage „Was gilt für mit Janssen einmal Geimpften in Bayern?“

Was bringt boostern?

Aktuelle Daten zeigen, dass der zunächst sehr gute Impfschutz innerhalb von ca. 3 bis 6 Monaten abnimmt. Es kommt häufiger zur Ansteckungen und COVID-19-Erkrankungen (sog. Impfdurchbrüchen). Die Auffrischungsimpfung (Booster) sorgt für einen längerfristigen robusten Impfschutz. Insbesondere verringert eine Auffrischimpfung auch das Risiko, jemand anderen anzustecken. Der Schutz kann sich je nach vorherrschender Erregervariante unterscheiden. Mit der COVID-19-Impfung schützen wir nicht nur uns selbst, sondern auch Personen, die uns wichtig sind. Die Kombination aus Grundimmunisierung und Auffrischimpfung ist bereits von vielen anderen Impfungen bekannt (z. B. Tetanus, FSME u.a.). Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (Ältere und weitere Risikogruppen) ist die (ggf. auch zweite) Auffrischimpfung besonders wichtig. Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: z. B. Frage „Warum empfiehlt die STIKO allen Personen ab 12 Jahren eine Auffrischimpfung?“ und auf der Seite des BMG unter Auffrischungsimpfung - Zusammen gegen Corona.

Wer sollte eine Auffrischimpfung (Booster) erhalten und wann?

Kindern im Alter von 5 11 Jahren mit Vorerkrankung empfiehlt die STIKO eine Auffrischimpfung im Abstand von mindestens 6 Monaten nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung

Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 12 Jahren eine COVID -19-Auffrischimpfung (Booster) mit einem mRNA-Impfstoff (s. auch Tabelle 1 auf S. 3 der 18. Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID -19-Impfung (Stand: 15.02.2022). Für Personen unter 30 Jahren soll ausschließlich der Impfstoff Comirnaty verwendet werden. Hingegen sind für Personen im Alter von 30 Jahren und älter beide derzeit verfügbaren <-Impfstoffe (Comirnaty und Spikevax) gleichermaßen geeignet.

Bei den 12-17-Jährigen empfiehlt die STIKO die Auffrischimpfung in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung (Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen möglichst frühzeitig, Kinder und Jugendliche ohne Vorerkrankungen eher bis zu 6 Monate).

Bei den über 18-Jährigen ist die Auffrischimpfung in einem Mindestabstand von 3 Monaten empfohlen.

Ältere oder vorerkrankte Personen sollen bei Impfstoff- oder Terminknappheit bei den Auffrischimpfungen bevorzugt berücksichtigt werden, um diese Personen möglichst schnell gut zu schützen und eine Entlastung der medizinischen Versorgungsstrukturen zu erreichen.

Schwangeren soll unabhängig vom Alter ab dem 2. Trimenon eine Auffrischimpfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty angeboten werden, auch wenn für diese Gruppe bisher keine Daten zu einer Auffrischimpfung vorliegen. Auch hier wird ein Abstand von mindestens 3 Monaten nach der Grundimmunisierung empfohlen.

Für Auffrischimpfung nach gesicherter SARS-CoV-2-Infektion siehe „Wie lautet die Impfempfehlung für positiv getestete und wieder genesene Personen?“ Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI -COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wem wird eine 2. Auffrischimpfung empfohlen?

Die STIKO empfiehlt verschiedenen Personengruppen nach der 1. Auffrischimpfung eine weitere Auffrischimpfung. Dazu gehören Menschen ab dem Alter von 70 Jahren, Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege, Personen mit Immunschwäche ab 5 Jahren und Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen (s. S. 9 der 18. Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID -19-Impfung).

Gesundheitlich gefährdeten Personengruppen ist die 2. Auffrischimpfung frühestens 3 Monate nach der 1. Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen. Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen sollte die 2. Auffrischimpfung frühestens nach 6 Monaten erhalten, wobei sie in begründeten Einzelfällen auch bereits nach frühestens 3 Monaten erwogen werden kann.

Bei Personen der o.g. Gruppen, die nach erfolgter COVID -19-Grundimmunisierung und 1.Auffrischimpfung eine SARS-CoV -2-Infektion durchgemacht haben, wird vorerst keine weitere Impfung mit den aktuell verfügbaren COVID -19-Impfstoffen empfohlen.

Für alle anderen Personen ist aktuell keine 2. Auffrischimpfung empfohlen, da sie nach erfolgter 1. Auffrischimpfung immer noch gut vor einem schweren Verlauf einer COVID  -19-Erkrankung geschützt sind.

Weitere Informationen finden Sie u.a. beim RKI unter COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen "Warum wird bestimmten Personengruppen eine 2. Auffrischimpfung empfohlen?"

Kann es trotz COVID-19-Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung kommen?

Geimpfte und Genesene können auch ansteckend sein oder sich neu infizieren, zumal der Impfschutz über die Zeit nachlässt. Die Impfung schützt jedoch vor einem schweren Verlauf.

Bei älteren Personen und Personen mit Immundefizienz lässt der Schutz schneller nach. Sie sollten daher bei der Auffrischimpfung priorisiert werden (s. Frage Wer sollte eine Auffrischimpfung erhalten und wann?)

Zu einer Erkrankung kann es auch dann kommen,

  • wenn die Infektion kurz vor der Impfung stattgefunden hat (wenn also in der Inkubationszeit geimpft wurde, die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt 5-6 Tage) oder
  • wenn eine Infektion in den ersten Tagen nach der Impfung erfolgt ist, bevor der Impfschutz vollständig ausgebildet werden konnte. Eine Wirkung der Impfung tritt in der Regel 10-14 Tage nach der 1. Impfstoffdosis ein.

Oft werden aber auch Atemwegsinfekte, die durch andere Erreger verursacht werden, fälschlicherweise für ein Impfversagen gehalten. Zudem kann die Impfung selbst leichte fieberhafte Reaktionen hervorrufen, die eine Reaktion des Immunsystems darstellen und nicht mit einer Atemwegs- oder COVID-Infektion verwechselt werden sollten.

Weitere Informationen u.a. zur Wirksamkeit und Impfdurchbrüchen lassen sich auch dem Wochenbericht des RKI entnehmen: RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Aktuelle Situationsberichte, Wochenberichte und COVID-19-Trends im Überblick Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI - COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Fragen „Kann es trotz COVID-19-Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung kommen?“, „Wie wirksam sind die COVID -19-Impfstoffe?“ und „Können Personen, die vollständig geimpft sind, das Virus weiterhin übertragen?“

Wer zahlt die Impfungen?

Die Impfung in den Impfzentren oder durch mobile Impfteams ist für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos - unabhängig vom Versicherungsstatus.

Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen, gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung, die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

Die Abrechnung der Kosten für die Impfleistung beim Hausarzt erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen einer mRNA-Impfung und einem positiven Corona-Test?

Laut Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) ist davon auszugehen, dass die Impfung gegen COVID-19 mit mRNA-Impfstoffen keinen Einfluss auf das Ergebnis von PCR- oder Antigentestungen (sogenannte Schnelltests) hat. Diese Einschätzung des RKI basiert auf folgenden Gründen:

  • Die meisten PCR-Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2 beruhen auf dem Nachweis von zwei verschiedenen Virusgenen (dual target-PCR-Verfahren), von denen i.d.R. keines das in den bisher zugelassenen mRNA-Impfstoffen enthaltene Gen für das Spike (S)-Protein ist. Somit ist eine Wechselwirkung mit einer durchgeführten COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoffen bei Verwendung solcher PCR-Tests ausgeschlossen.
  • Ebenso wird bei fast allen in Deutschland eingesetzten Antigentests ein anderes Virusprotein nachgewiesen als das bei dermRNA -Impfung gebildete S-Protein. Zudem ist es nach Einschätzung des RKI auch im Fall der Verwendung eines Antigentests auf Basis des S-Proteins sehr unwahrscheinlich, dass sich nach einer COVID-19-Impfung in den Oberarm eine ausreichende Menge an Virusprotein im Nasen-Rachenraum anreichern könnte, die durch einen Antigentest – auch aufgrund der begrenzten Sensitivität dieser Tests – erkannt werden würde.

Wie lautet die Impfempfehlung für positiv getestete und wieder genesene Personen?

Für das empfohlene Impfschema (Grundimmunisierung und Auffrischimpfung) für immungesunde Personen ab 12 Jahren, die eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, siehe Tabelle 5 auf S. 16 der 18. Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID -19-Impfung (Stand 15.02.2022).
Bei genesenen Personen mit Immundefizienz soll im Einzelfall entschieden werden, wie viele weitere Impfstoffdosen für einen optimalen Schutz notwendig sind.
Weitere Informationen finden Sie u.a. beim RKI unter COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen, Frage "Wie sollten Personen geimpft werden, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hatten?"

Kann ich mich bei Allergien impfen lassen?

Auch Menschen mit häufigen Allergien wie Heuschnupfen oder Neurodermitis können sich mit den zugelassenen Impfstoffen gegen COVID -19 impfen lassen. Ausnahmen sind hier nur schon bekannte und zumeist sehr seltene Allergien auf einen Inhaltsstoff des speziellen COVID -19-Impfstoffs (wie z. B. Allergie gegen Polyethylenglykol) oder eine schwere Unverträglichkeitsreaktion bei einer früheren COVID -19-Impfung. In diesen Fällen oder bei Unsicherheiten berät Sie Ihr Arzt/ Ihre Ärztin gerne.

Kann ich mich auch mit Vorerkrankungen impfen lassen?

Gerade für Personen mit bestimmten Grunderkrankungen, wie z. B. Immunschwäche, Diabetes oder Krebs wird die Impfung gegen COVID -19 besonders empfohlen, da ein erhöhtes Risiko für schwere COVID -19-Verläufe besteht und die Impfung für sie lebensrettend sein kann. Die meisten Vorerkrankungen stellen keinen Hinderungsgrund für die Impfung gegen COVID -19 dar, zumal es im Falle von seltenen Gegenanzeigen eine Auswahl von Impfstofftypen (mRNA-, vektor- bzw. neuerdings auch proteinbasiert) gibt. So sind zum Beispiel Menschen mit Thromboserisiko oder Thrombosen in der Vorgeschichte von den seltenen Nebenwirkungen bei den mRNA-Impfstoffen nicht häufiger betroffen als Menschen ohne Thromboserisiko. Auch bei therapeutisch gut eingestellten Autoimmunerkrankungen bzw. Menschen mit beeinträchtigtem Immunsystem (Immundefizienz) – sei es durch Erkrankung oder eine Therapie – wird unbedingt zu einer Impfung geraten. Sie gehören ebenfalls zur Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf. Auch wenn die Immunantwort auf die Impfung im Allgemeinen nicht genauso gut ausfällt wie bei Personen ohne Immundefizienz, so trägt die Impfung doch erheblich zum Schutz vor einer schweren Erkrankung bei. Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID -19 und Impfen des RKI, z. B. Frage „Welche medizinischen Gründe (Kontraindikationen) sprechen gegen die COVID -19-Impfung?“

Welche Empfehlung gilt für Menschen mit Immundefizienz (Immunschwäche)?

Bisher ungeimpfte immundefiziente Personen ab 5 Jahren mit Immundefizienz (ID) sollen gemäß STIKO eine Grundimmunisierung und 2 Auffrischimpfungen mit einem mRNA-Impfstoff nach der altersspezifischen Empfehlung erhalten.

Je nach Ausprägung der ID können mehrere Impfstoffdosen für eine optimierte Grundimmunisierung notwendig werden (s. Tab. 4 bis 6 der 18. Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID -19-Impfung (Stand 15.2.2022).

Für eine orientierende Übersicht des Grades der ID und ob eine serologische Kontrolle nach COVID -19-Impfung empfohlen ist, s. Tab. 4 auf S. 12. Für die Impfempfehlung für Patienten mit Immundefizienz mit erwartbar geringer Einschränkung der Impfantwort s. Tab. 5 auf S. 13. Und für die Impfempfehlung mit mRNA-Impfstoff bei Patienten mit Immundefizienz mit relevanter Einschränkung der Impfantwort s. Tab. 6 auf S. 13.

Bei Personen mit Immundefizienz, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren, soll im Einzelfall entschieden werden, wie viele weitere Impfstoffdosen für einen optimalen Schutz notwendig sind.

Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI -COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Abschnitt „Impfung bei Immunschwäche (Immundefizienz)“

Ist ein Abstand zwischen der COVID-19-Impfung und anderen Impfungen nötig?

Gemäß Empfehlung der STIKO muss zwischen COVID-19-Impfungen und der Verabreichung anderer Totimpfstoffe kein Impfabstand mehr eingehalten werden. Die Impfungen können simultan, d.h. gleichzeitig, verabreicht werden. Unter der Voraussetzung, dass eine Indikation zur Impfung sowohl gegen andere Erkrankungen, wie Influenza als auch gegen COVID-19 besteht, ist die gleichzeitige Verabreichung der beiden Impfstoffe möglich. Die Injektion soll jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen. Bei einer gleichzeitigen Gabe von 2 Impfstoffen ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger als bei der getrennten Gabe auftreten können. Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Impfstoffe im Allgemeinen denen bei jeweils alleiniger Anwendung. Eine ausführliche Aufklärung der zu impfenden Person über die möglichen, vermehrten vorübergehenden lokalen und systemischen Impfreaktionen ist bei der gleichzeitigen Gabe von COVID -19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen (inkl. Influenza-Hochdosis-Impfstoffen) besonders wichtig.

Wer darf und wer darf nicht mit Nuvaxovid geimpft werden?

Wer darf sich impfen lassen?

Die STIKO empfiehlt neben den bisherigen COVID 19-Impfstoffen den Impfstoff Nuvaxovid von Novavax zur Grundimmunisierung von Personen ab 18 Jahren. Hierbei sind zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 3 Wochen zu geben.

Personen, die eine produktspezifische, medizinische Kontraindikation gegenüber den anderweitig verfügbaren COVID -19-Impfstoffen aufweisen, können mit Nuvaxovid geimpft werden (zur Vervollständigung der Grundimmunisierung, für Ungeimpfte nach durchgemachter SARS-CoV-Infektion und trotz fehlender Zulassung auch als Auffrischimpfung einsetzbar).

Wer darf sich nicht Impfen lassen?

Die Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft und Stillzeit wird aktuell nicht empfohlen.
Für Kinder und Jugendliche <18 Jahren ist Nuvaxovid noch nicht zugelassen und wird nicht von der STIKO empfohlen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie z. B. auf den Internetseiten des RKI -COVID -19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Frage „Wem empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung mit Nuvaxovid?“ und Alles Wichtige zu Nuvaxovid® von Novavax | Zusammen gegen Corona

Wirkt die Corona-Impfung bei Menschen mit einer PFOA-Belastung im Blut schlechter?

Bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die COVID-19-Schutzimpfung aufgrund einer PFOA-Belastung weniger wirksam wäre. Studien, die sich spezifisch mit der Frage befassen, wie die Immunreaktion nach einer Impfung mit Vakzinen gegen COVID-19 durch PFOA beeinflusst wird, liegen bislang nicht vor. Die Aussagekraft solcher Studienergebnisse würde zudem stark eingeschränkt, da derzeit für Geimpfte keine serologischen Korrelate (Menge von Antikörpern, die sich nach einer Impfung aufbaut und die auf Immunität hindeutet ) definiert sind, d.h. derzeit kann kein Schwellenwert angegeben werden, ab dem ein sicherer Schutz angenommen werden kann. Die Fragestellung wird in der Wissenschaft vielfach diskutiert, beispielsweise werden in den USA einige Studien dazu auf den Weg gebracht (siehe z. B. PFAS exposure and response to COVID-19 vaccine study). Ergebnisse liegen jedoch bislang nicht vor.

Impfung auch bei Kinderwunsch?

Die verfügbaren COVID-19-Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden. Seit Beginn der weltweiten Impfkampagne gab und gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Fruchtbarkeit bei Frauen oder Männern vermindert wird. Dies bestätigen auch die Vertreter der bayerischen Frauenärzte/ -ärztinnen in der LAGI. Um bei einer zukünftigen Schwangerschaft bereits von Anfang an optimal gegen COVID 19 geschützt zu sein, wird die COVID-19 Impfung bei Kinderwunsch von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausdrücklich empfohlen. Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: Abschnitt „Impfung bei Schwangeren, Stillenden und bei Kinderwunsch“, auf der Seite des BMG unter Gesundheit von Frauen in der Corona-Pandemie- Zusammen gegen Corona: "Sollte ich mich gegen COVID-19 impfen lassen, wenn ich schwanger werden möchte?" und auf der Seite der BzgA infektionsschutz.de -  Corona-Schutzimpfung in Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kinderwunsch

Können Schwangere und Stillende sich impfen lassen?

Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID -19-Verlauf. Wenn noch weitere Risikofaktoren vorliegen, steigt dieses Risiko weiter. Daher empfiehlt die STIKO Schwangeren die Impfung ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel mit dem mRNA -Impfstoff Comirnaty. Studien haben gezeigt, dass der empfohlene Impfstoff auch in der Schwangerschaft gut verträglich und sicher ist. Beraten Sie sich hierzu mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zu COVID-19 und Impfen des RKI: Abschnitt „Impfung bei Schwangeren, Stillenden und auf der Seite des BMG unter Gesundheit von Frauen in der Corona-Pandemie- Zusammen gegen Corona.

Wie sicher ist die Impfung während der Stillzeit?

Stillenden wird eine COVID-19-Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von 3-6 (Comirnaty) bzw. 4-6 Wochen (Spikevax) empfohlen. Stillende unter 30 Jahren sollen mit Comirnaty geimpft werden (s. FAQ des Robert Koch-Instituts "Impfung bei Schwangeren, Stillenden und bei Kinderwunsch")

Gemäß der 18. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung wird zum jetzigen Zeitpunkt die Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

Gehen mütterliche Antiköper beim Stillen auf das Baby über?

Sowohl während einer COVID-19-Infektion als auch nach einer mRNA-Impfung können geringe Mengen an Antiköpern (sekretorisches IgA-Antikörper, IgG-Immunglobulin) in die Muttermilch übergehen. Welche Antiköper und wieviel in der Muttermilch nachweisbar sind, hängt von der Immunantwort der Mutter, vom verwendeten Impfstoff und dem Zeitpunkt nach der ersten und zweiten Impfung, an dem die Antikörper bestimmt werden, ab.

Welche unterschiedlichen COVID-19-Impfstoff-Typen gibt es?

Alle Impfstoffkandidaten basieren auf dem Grundprinzip, dem Immunsysteme Teile des neuartigen Coronavirus (= Antigene) zu präsentieren, so dass der Körper eine Immunität gegenüber dem Erreger aufbauen kann. Die unterschiedlichen Impfstoff-Kandidaten nutzen verschiedene Ansätze. Dabei gibt es derzeit zwei Hauptentwicklungslinien: inaktivierte oder proteinbasierte Totimpfstoffe und mRNA/DNA-Impfstoff.

mRNA-Impfstoffe enthalten einen Teil der Erbinformation des Virus in Form von mRNA, die den Bauplan für ein Virusprotein bereitstellt. Nach der Impfung wird die mRNA von menschlichenKörperzellen aufgenommen (der Transport der Virus-mRNA in die menschlichen Zellen erfolgt mittels Lipid-Nanopartikeln). Die Körperzellen nutzen die RNA als Vorlage, um die Virusproteine selbst zu produzieren. Da aber nur ein Bestandteil des Virus gebildet wird, können so keine kompletten vermehrungsfähigen Viren entstehen. Die mittels der mRNA neu gebildeten Virusproteine wirken als Antigene: Sie aktivieren das Immunsystem und erzeugen so eine schützende Immunantwort. Die mRNA des Impfstoffs wird – wie auch körpereigene mRNA – sehr rasch in der Zelle abgebaut.

Bei Vektorimpfstoffen dient ein abgeschwächtes Virus als Transportmittel (Vektor) für die Virus-RNA bzw. DNA-Teile in wenige Körperzellen. Der Ebola-Impfstoff Ervebo, der im November 2019 die europäische Zulassung durch die Europäische Kommission erhielt, ist bereits ein Vektorimpfstoff.

Bei Totimpfstoffen mit Virusproteinen wird die Erbinformation mit dem Bauplan für die Virusproteine in Bakterien, Hefe oder in Säugerzellen eingebracht, die dann die Virusproteine produzieren. Nach der Reinigung werden die entstandenen Virusproteine als Antigene im Impfstoff verwendet.

Nähere Infos dazu auf den Seiten des Paul-Ehrlich-Instituts, z. B. COVID-19-Pandemie – Impfstoffe im Fokus

Wo finde ich weitere Informationen zur COVID-Impfung?

Weitere Informationen zur Impfung gegen das Coronavirus finden Sie hier:

StMGP: Impfung gegen das Coronavirus
BMG: Fragen und Antworten zur COVID-19-Impfung
Zusammen gegen Corona | Bundesminister für Gesundheit
RKI: FAQ COVID-19 und Impfen
PEI: FAQ Coronavirus

Daten zu den COVID-19-Impfungen:

Die Daten werden am RKI aufbereitet, visualisiert und unter www.rki.de/covid-19-impfquoten sowie in einem Impfdashboard des Bundesministeriums für Gesundheit bereitgestellt.

Meldungen zu Verdachtsfällen von COVID-19-Impfnebenwirkungen: