FAQs zu "Verpflegung in Kitas unter Berücksichtigung des Corona-Geschehens"

Stand: November 2020

Darf für die Kinder ein Frühstück in Buffetform zum Selbstbedienen bereitgestellt werden? Und wenn ja, ist dann ein sogenannter „Spuckschutz“ notwendig?

Ein Frühstück in Buffetform zum Selbstbedienen ist möglich, sollte jedoch nur innerhalb einer Kita-Gruppe angeboten werden. Auf den Einsatz eines „Spuckschutzes“ kann verzichtet werden, eher sollten Kinder mit milden Krankheitszeichen wie Schnupfen ohne Fieber oder gelegentlichem Husten nicht am Buffet teilnehmen. Wichtig ist außerdem, dass die Entnahme unverpackter Speisen (z. B. Obst) so durchgeführt wird, dass das Infektionsrisiko nicht erhöht wird, z.B. kann sich jedes Kind nach dem Händewaschen selbst ein Stück Obst nehmen.

Darf die Kinderpflegerin Pfannkuchen und ähnliches für die Kinder zubereiten (ohne Kinder zu beteiligen)?

Das Zubereiten von Pfannkuchen durch eine Kinderpflegerin ist grundsätzlich möglich, sofern die lebensmittelhygienischen Vorgaben bei der Zubereitung eingehalten werden.

Muss das Personal eine Mund–Nasenbedeckung (MNB) und Handschuhe bei der Ausgabe tragen?

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) durch das Personal ist nach derzeitiger Rechtslage verpflichtend. Auf das Tragen von Einmalhandschuhen kann bei sorgfältiger Händehygiene verzichtet werden.

Dürfen Eltern Obst für alle Kinder in die Einrichtung mitbringen?

Das Mitbringen von Speisen ist weiterhin möglich, sofern die üblichen Empfehlungen um das Risiko für lebensmittelübertragbare Erkrankungen zu minimieren (z.B. Obst erst kurz vor dem Verzehr aufschneiden) eingehalten werden. Es empfiehlt sich jedoch mit den Eltern/Elternvertretern zu besprechen ob ein Mitbringen von Speisen in der aktuellen Situation überhaupt erwünscht ist.

Pädagogisches Kochen: Dürfen die zubereiteten Speisen /Kuchen auch von Kindern aus den anderen Gruppen verzehrt werden?

Nein, die zubereiteten Speisen/Kuchen sollten nur innerhalb der Gruppe verzehrt werden. Auch sollen die Kinder nicht untereinander probieren.

Wie wahrscheinlich ist die Übertragung des Virus durch von zu Hause mitgebrachtes Geschirr?

Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Besteck oder Geschirr gelangen und auf diesen festen Oberflächen eine Zeit lang infektiös bleiben. Eine Kontaktinfektion erscheint dann möglich, wenn das Virus über das Besteck oder über die Hände auf die Schleimhäute der Nase oder der Augen übertragen wird. Dem BfR sind jedoch bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt. Als behüllte Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht (Lipidschicht) umhüllt ist, reagieren Coronaviren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole und Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. Wenngleich für SARS-CoV-2 hierfür noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird. ()

BfR: Kann das neuartige Coronavirus ueber lebensmittel und Gegenstände übertragen werden?

 

Bei welcher Gradzahl stirbt das Virus ab?

Als Faustregel gilt: Das gleichmäßige und vollständige Erhitzen auf 70° bis 100° Grad reicht aus, um das Virus zu inaktivieren.
Für niedrigere Temperaturen liegen teilweise nur wenige Daten vor: Bei 60°C wird das Virus in Abhängigkeit von der Proteineinbettung in 15-30 Minuten bis unter die Nachweisgrenze inaktiviert, bei 65°C werden 10 Minuten zur weitgehenden Inaktivierung benötigt. Zum kompletten Verlust der Infektiosität werden bei 56°C und 65°C 90 Minuten und bei 75°C 30-45 Minuten angegeben.

RKI: Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19

Wenn die Eltern am Geburtstag einen Kuchen mit in die Kita schicken wollen, was ist alles zu beachten - bzw. was gibt es für Vorschriften?

Grundsätzlich ist das Mitbringen von Geburtstagskuchen und ähnlichen Speisen möglich. Dabei gelten die üblichen Empfehlungen um das Risiko für lebensmittelübertragbare Erkrankungen zu minimieren (nur durchgebackene Kuchen, keine Cremefüllung etc.). Es empfiehlt sich jedoch mit den Eltern/Elternvertretern zu besprechen ob ein Mitbringen von Speisen in der aktuellen Situation überhaupt erwünscht ist.

Ist es sinnvoll oder verpflichtend beim Kochen Einmal-Handschuhe zu tragen und bei welchen Zahlen (7 Tage Inzidenz >35/100.000, >50/100.000)

Wichtiger als das Tragen von Handschuhen ist das gründliche Händewaschen vor Arbeitsbeginn, nach jeder Pause und regelmäßig zwischen den Arbeitsgängen. Nach Arbeiten mit rohen Lebensmitteln sollten die Hände zusätzlich desinfiziert werden. Diese Empfehlungen sind unabhängig von der aktuellen Inzidenz.

Wann soll oder muss das Küchenpersonal einen Mundschutz/eine MNB tragen?

Bei der Ausgabe von Speisen muss eine MNB getragen werden. Nach derzeitiger Rechtslage hat Personal auf allen Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte eine MNB zu tragen. Darüber hinaus ist das Tragen einer MNB in allen Situationen notwendig, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann.

Sind Arbeitsflächen/Arbeitsgeräte jetzt immer mit Desinfektion zu reinigen?

Nein, es könne weiterhin die im Reinigungs- und Desinfektionsplan vorgesehenen Reinigungsmittel verwendet werden.

Pädagogisches Kochen mit den Kindern? Ist das erlaubt? Darf das auch mit dem Küchenpersonal sein, wenn die Gruppen getrennt sind?

Pädagogisches Kochen und Backen innerhalb einer Gruppe ist erlaubt, aber nicht mit dem Küchenpersonal. Die zubereiteten Speisen sollten nur innerhalb der eigenen Gruppe verzehrt werden.

Ist Plätzchen backen mit Kindern in den Gruppen möglich? Dürfen diese mit nach Hause genommen werden?

Pädagogisches Kochen und Backen mit den Kindern einer Gruppe ist möglich, so auch das Backen von Plätzchen. Die gebackenen Plätzchen können im Anschluss von den Kindern dieser Gruppe mit nach Hause genommen werden.

Dürfen Plätzchen, die von Eltern gebacken werden, in Tüten verpackt und verkauft werden?

Beim Verkauf von Lebensmitteln gelten die Vorgaben des EU-Hygienerechts und der Lebensmittelhygiene-Verordnung. Die Kita trägt hier ab Übernahme der Lebensmittel die Verantwortung für die Sicherheit der verkauften Lebensmittel. In der aktuellen Situation empfehlen wir auf den Verkauf selbst gebackener/selbst zubereiteter Speisen zu verzichten.