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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Meilensteine in der Implementationsphase

Die aufgeführten Punkte der organisatorischen Umsetzung können, angepasst an den jeweiligen Stand der Gesundheitsregionplus, zugleich Inhalte des jährlich zu erstellenden Umsetzungsplans sein. Hinzu kommen die im Fachkonzept gestellten Anforderungen an die Gesundheitsregionenplus.

Mögliche Meilensteine:

  • Einrichtung und Besetzung einer Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus
  • Auswahl und Ansprache der Akteure
  • Vorbereitung und Durchführung der Konferenzen des Gesundheitsforums
  • Erstellung einer Geschäftsordnung
  • Durchführung einer Bedarfsanalyse in der Region und Identifizierung von regionalen Gesundheitsproblemen
  • Schwerpunktsetzung für die zukünftige Arbeit
  • Gründung von Arbeitsgruppen
  • Starter-Maßnahmen
  • Entwicklung von Gesundheitszielen für die Region
  • Formulierung von Umsetzungsstrategien
  • Durchführung von beschlossenen Maßnahmen oder Projekten
  • Evaluation der Gesundheitsregionplus
  • Dokumentation der Gesundheitsregionplus durch halbjährliche Fortschrittsberichte
  • Erstellung des Umsetzungsplans für das jeweilige nächste Projektjahr
  • Protokolle der Konferenzen des Gesundheitsforums und der Arbeitsgruppen

Es empfiehlt sich, in kurz- und langfristigen Strategien und Zeithorizonten komplexe Problemlagen anzugehen. Kurzzeitige einfache „Starter-Maßnahmen“ können oft einen guten Einstieg in die Kooperation bilden. Bei langfristig angelegten Lösungsstrategien ist in der Regel die Arbeitsgruppenbildung notwendig.

Was sind die Erfolgsfaktoren in der Implementierungsphase einer Gesundheitsregionplus?

Eine Gesundheitsregionplus erfordert vor allem in der Implementierungsphase besondere Aufmerksamkeit. Sie funktioniert besser, wenn sie nicht nur inhaltlich gut vorbereitet wird, sondern auch günstige organisatorische Rahmenbedingungen vorfindet:

  • Für den Routinebetrieb sind eine Geschäftsstelle sowie unterstützende Personalressourcen sehr hilfreich. Um den Erfolg zu sichern, sollten die nötigen Finanz- bzw. Personalressourcen realistisch geplant und abgesichert werden.
  • Die Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten der Gesundheitsregionplus haben Grenzen und ihre Entschließungen nur Empfehlungscharakter. Ihre Umsetzung erfolgt vorwiegend im eigenen Zuständigkeitsbereich und in Selbstverantwortung der Einzelmitglieder. Die Umsetzung sollte daher im Prozess geklärt werden. Bei dem Gesundheitsforum handelt es sich um ein Instrument informeller Koordinierung, deren Wirksamkeit signifikant von der Mitwirkungsbereitschaft der Beteiligten abhängig ist.
  • Eine Gesundheitsregionplus besitzt häufig kein eigenes Budget für Projekte und Maßnahmen. Projektmittel können gegebenenfalls z.B. über Landesprogramme akquiriert oder von den Mitgliedern eingebracht werden. Gemeinsame „Starter-Maßnahmen“ sind zu empfehlen.
  • Günstig ist außerdem eine systematische institutionelle Verzahnung mit Gremien der Landesebene und die Sicherstellung des inhaltlichen Transfers zu bestehenden Landesarbeitsgemeinschaften.
  • In Versorgungsfragen kann eine Verbindung zum Kommunalbüro für ärztliche Versorgung am LGL von Vorteil sein.