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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Gesundheitsregionenplus LANDKREIS EBERSBERG

Geschäftsstellenleitung

Martina Rettenbeck

Gründungsdatum

01.06.2015

Zielsetzungen

  • Optimierung der regionalen Gesundheitsversorgung und Gesundheitsvorsorge
  • Optimierung der Strukturen im Landkreis
  • Schaffung eines Netzwerks unter den regionalen Akteuren des Gesundheitswesens
  • Regionale Probleme identifizieren und Lösungsvorschläge erarbeiten
  • Erhöhung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität
  • Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit

Arbeitsgruppen

  • Arbeitsgruppe: Gesundheitsversorgung – Schwerpunkt: Strukturen im Landkreis
  • Arbeitsgruppe: Gesundheitsförderung und Prävention – Schwerpunkt: Kindergesundheit
  • Arbeitsgruppe: Senioren
  • Arbeitsgruppe: Psychische Gesundheit

Pressemitteilungen/Präsentationen/Veröffentlichungen

  • Veröffentlichung 1: PPT [GR +]
  • Veröffentlichung 2: PM 21.10.2015
  • Veröffentlichung 3: PM 25.11.2015

Projekte

Projekt 1: Fachkräftegewinnungs-Aktion (AK Gesundheitsversorgung: Strukturen im Landkreis)

Kurzbeschreibung: Hintergrund dieses Projektes ist der Fachkräftemangel in der Pflege. Bereits heute können offenen Stellen immer schwerer neu- und nachbesetzt werden.
Übergeordnetes Ziel dieses Projektes ist es, den Fachkräftemangel im Landkreis Ebersberg um 10% zu reduzieren. Dazu soll in einem ersten Schritt die Ist-Situation in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen abgefragt und analysiert werden. Anhand dieser Ergebnisse sollen Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Schwerpunktmäßig werden dies wohl Maßnahmen zur langfristigen Mitarbeiterbindung, zur Ausbildung, sowie eine Image-Kampagne und die Anwerbung ausländischer Fachkräfte sein.

Projekt 2: Wohnraum für medizinisches Assistenzpersonal (AK Gesundheitsversorgung: Strukturen im Landkreis)

Kurzbeschreibung: Ein Faktor, der den Fachkräftemangel im Bereich des medizinischen Assistenzpersonals verstärkt, ist der fehlende bezahlbare Wohnraum im Landkreis Ebersberg. Dies fördert noch zusätzlich die Abwanderung von qualifiziertem Personal, da auch die Lebenshaltungskosten sehr hoch sind. Mit diesem Projekt soll die Schaffung von attraktivem und bezahlbarem Wohnraum, speziell für medizinisches Assistenzpersonal, gefördert werden.
Dazu soll in einem ersten Schritt eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden. Soziale und medizinische Einrichtungen, sowie Pflegeeinrichtungen werden befragt.

Der Fragebogen soll folgende Parameter beinhalten:

  • Größe der benötigten Wohnungen
  • Personalstruktur (Altersstruktur – Lebensumstände - Kinder vorhanden)
  • Gewünschter Standort

Der nächste Schritt ist die Suche nach geeigneten Grundstücken. Dazu sollen größere Gemeinden und der Landkreis nach potenziell geeigneten Grundstücken abgefragt werden. Auch geeignete Immobilien sollen gesucht und wenn möglich unterhalb der Marktkonditionen angeboten werden. In diesem Zusammenhang soll auch die Möglichkeit des sozialen Wohnungsbaus, wie auch die Subvention der Mietkosten durch den Arbeitgeber geprüft werden.

Projekt 3: Anbieterliste (AK Gesundheitsversorgung: Strukturen im Landkreis)

Kurzbeschreibung: Dieses Projekt verfolgt zwei Zielsetzungen: Zum einen sollen die Vernetzung und der Austausch zwischen den verschiedenen Anbietern (Ärzte, Therapeuten, Berater, Pflege..) angestrebt werden.
Zum anderen sollen die Bürger hinsichtlich Krankheits- und Gesundheitsthemen (Aufklärung, Prävention, Versorgung im Krankheitsfall), gebildet werden und gebündelte Informationen erhalten.
Als Startpunkt gilt es nun, alle Anbieter im Landkreis Ebersberg zu erfassen. Dies soll den Startpunkt für die Vernetzung darstellen. Des Weiteren ist geplant, Austauschtreffen zu bestimmten Themen einzurichten.

Projekt 4: Kindergesundheit in Institutionen (AK Gesundheitsförderung und Prävention: Schwerpunkt Kindergesundheit)

Evtl. Laufzeit: Nov. 2015 – Dez. 2016

Kurzbeschreibung: Die Kindergesundheit im Landkreis Ebersberg soll nachhaltig verbessert werden.
Ansatzpunkt sind Kindertageseinrichtungen und Schulen, in denen Kinder den Großteil ihres Tages verbringen. Das Alter der Zielgruppe für dieses Projekt wurde von 3 bis 10 Jahren begrenzt, d.h. zunächst sind die Zieleinrichtungen Kindertagesstätten und Grundschulen. Dieses Projekt kann in der Folge dann auf weitere Institutionen ausgeweitet werden. Zunächst sollen Erkenntnisse dazu gesammelt werden, welche Gesundheitsangebote die Einrichtungen bereits durchführen und umsetzen und welche Ergänzungen zu diesem Angebot bzw. welche Unterstützung sich die Fachkräfte von der Projektgruppe wünschen würden. Dazu bereitet die Projektgruppe eine Online-Befragung für die LehrerInnen und ErzieherInnen vor. Anhand dieser Ergebnisse sollen dann bedarfsgerechte Gesundheitsbausteine entwickelt werden, die die Einrichtungen buchen können.

Projekt 5: Eltern und Familien sind gestärkt (AK Gesundheitsförderung und Prävention: Schwerpunkt Kindergesundheit)

Laufzeit: Jan. 2016 – Aug. 2016

Kurzbeschreibung: Ausgangslage dieses Projektes ist die Problematik, dass Eltern zunehmend in der Erziehung verunsichert sind. Es fehlt an Erfahrungswissen und / oder Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die Erziehungskompetenz wird zunehmend an Fachpersonal abgegeben. Die zunehmende Komplexität in der Gesellschaft und damit auch die Herausforderungen in der Erziehung oder Gesundheitsbereich sind für viele überfordernd. Ziel dieser Projektgruppe ist daher, die Eltern in ihrem Selbstverständnis zu stärken. Vorhandene Angebote sollen bekannter und niederschwellig zugänglich gemacht werden. Fehlende Angebote sollen ergänzt werden. Die Stärkung der Eltern in ihrer Kompetenz ist Prävention für die gesunde Entwicklung der Kinder. Information, Austausch und Vernetzung der Akteure im Gesundheitsbereich und derer in der frühkindlichen Erziehung soll auch im Rahmen eines Fachtages gefördert werden. Dieser soll 2016 unter dem Motto „frühkindliche Bindungsstörungen vermeiden“ stehen.

Projekt 6: Wegweiser für psychisch erkrankte / traumatisierte Migranten (AK Psychische Gesundheit)

Kurzbeschreibung: Es soll eine ausführliche Information für professionelle und freiwillige Helfer entstehen, welche alle relevanten Ansprechpartner, die Erörterung der Verwaltungsabläufe (z. B. wie die Abrechnung mit öffentlichen Stellen erfolgt) und Hinweise auf mögliche Verhaltensregeln für Helfer enthält.
Weiter wird diskutiert, ob auch eine Handreichung für die Migranten selbst entstehen soll, welche die Abläufe im deutschen Gesundheitswesen einfach erklärt.

Projekt 7: Nachhaltige Gesundheitsförderung für psycho-sozial belastete Menschen am Arbeitsplatz und in der Ausbildung (AK Psychische Gesundheit)

Kurzbeschreibung: Das Thema der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz soll mehr in die Öffentlichkeit getragen und so zur Entstigmatisierung beigetragen werden. Arbeitgeber sollen umfassend informiert werden. Dazu wird eine Auftaktveranstaltung organisiert, in welcher Unternehmen sensibilisiert und auf verschiedene Problematiken aufmerksam gemacht werden sollen. Es sollen auch konkrete Workshop- und Coaching-Angebote vorgestellt werden.

Projekt 8: Prävention und Gesundheitsförderung für Ältere (AK Senioren)

Kurzbeschreibung: Ziel dieses Projektes ist es, ein gesundes Älterwerden im Landkreis Ebersberg zu unterstützen. Zum einen sollen durch Information der Senioren, Angehörigen und Fachkräfte und zum anderen durch präventive Angebote vor Ort, Menschen im Alter ihr psychisches und seelisches Wohlbefinden verwirklichen und entsprechend ihren Bedürfnissen, Wünschen, Vorstellungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Prävention im Alter ist ein sehr breites Feld. Dazu gehören Maßnahmen im kognitiven und motorischen Bereich und Maßnahmen zur Stärkung der psychischen, sozialen und seelischen Gesundheit.
Startpunkt soll nun die Vernetzung der Anbieter von präventiven Maßnahmen für Senioren, sowie die bessere Darstellung / das Sichtbarmachen der jeweiligen Angebote für die Zielgruppe im Landkreis Ebersberg sein. Es soll ein Austausch zwischen den Anbietern zur Auflistung und Verzahnung bestehender bzw. geplanter Angebote zur Information, Prävention und Gesundheitsförderung im Alter im Landkreis Ebersberg stattfinden. Zudem ist für 2016 ein Fachtag „Psychische Gesundheit im Alter“ in Kooperation mit der Psychosomatik der Kreisklinik Ebersberg geplant.

Projekt 9: (AK Senioren) Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung durch Qualifikation, Vernetzung und Kommunikation(AK Senioren)

Kurzbeschreibung: Die Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten ist derzeit wie folgt im Landkreis Ebersberg organisiert:
Palliativstation der Kreisklinik: Stationäre Palliativversorgung
Caritas: Träger für die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Christophorus Hospizverein Ebersberg e.V. : Ergänzung des speziell qualifizierten medizinischen und pflegerischen Personals der ambulanten und stationären Dienste durch kompetente ehrenamtliche Hospizbegleiter.
Bei der Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten sind jedoch auch weitere Akteure beteiligt, darunter Hausärzte, sowie ärztliche Spezialisten, ambulante Pflegekräfte, Pflegeeinrichtungen und Angehörige, aber auch Kostenträger und Einrichtungen der psychosozialen Versorgung. Eine professionelle oder institutionalisierte Vernetzung dieser Akteure mit den drei qualifizierten Organisationen (PS KK, SAPV, CHV) ist im Landkreis noch nicht verankert. Zur guten Behandlung palliativer Patienten sind zudem bestimmte Kenntnisse aus der Palliativmedizin notwendig, die den Akteuren vermittelt werden müssen.
Ziel des Projektes ist daher der Aufbau eines koordinierenden Hospiz- und Palliativnetzwerk, das vorhandene Strukturen mit weiteren Akteuren vernetzt, Qualifizierungsangebote schafft, Schulungskonzepte entwickelt und die Kommunikation nach außen übernimmt.

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