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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Gesundheitsregionenplus LANDKREIS EBERSBERG

Geschäftsstellenleitung

Carolin Sinemus

Gründungsdatum

01.06.2015

Zielsetzungen

  • Optimierung der regionalen Gesundheitsversorgung und Gesundheitsvorsorge
  • Optimierung der Strukturen im Landkreis
  • Schaffung eines Netzwerks unter den regionalen Akteuren des Gesundheitswesens
  • Regionale Probleme identifizieren und Lösungsvorschläge erarbeiten
  • Erhöhung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität
  • Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit

Arbeitsgruppen

  • Arbeitsgruppe: Gesundheitsversorgung – Schwerpunkt: Strukturen im Landkreis
  • Arbeitsgruppe: Gesundheitsförderung und Prävention – Schwerpunkt: Kindergesundheit
  • Arbeitsgruppe: Senioren
  • Arbeitsgruppe: Psychische Gesundheit

Projekte

Projekt 1: Kindergesundheit in Institutionen (AK Gesundheitsförderung und Prävention: Schwerpunkt Kindergesundheit)

Kurzbeschreibung: Die Kindergesundheit im Landkreis Ebersberg soll nachhaltig verbessert werden. Ansatzpunkt zur Verbesserung der Kindergesundheit sind Kindertageseinrichtungen und Schulen, in denen Kinder den Großteil ihres Tages verbringen. Das Alter der Zielgruppe für dieses Projekt wurde von 3 bis 10 Jahren begrenzt, d.h. derzeit sind die Zieleinrichtungen Kindertagesstätten. Zunächst wurden Erkenntnisse gesammelt, welche Gesundheitsangebote die Einrichtungen bereits durchführen und umsetzen und welche Ergänzungen bzw. welche Unterstützung sich die Fachkräfte von der Projektgruppe wünschen würden. Mittels einer Befragung wurde festgestellt, wie das pädagogische Fachpersonal die Gesundheit der Kinder einschätzt und anhand dieser Ergebnisse wurde ein erstes sinnvolles Gesundheitsmodul für die Einrichtungen entwickelt. Dieses Modul wird ab Februar 2018 in den Einrichtungen umgesetzt.

Projekt 2: Anbieterliste (AK Gesundheitsversorgung: Strukturen im Landkreis)

Kurzbeschreibung: Dieses Projekt verfolgt zwei Zielsetzungen: Zum einen sollen die Vernetzung und der Austausch zwischen den verschiedenen Anbietern (Ärzte, Therapeuten, Berater, Pflege..) angestrebt werden.

Zum anderen sollen die Bürger hinsichtlich Krankheits- und Gesundheitsthemen (Aufklärung, Prävention, Versorgung im Krankheitsfall), gebildet werden und gebündelte Informationen erhalten.

Als Startpunkt gilt es nun, alle Anbieter im Landkreis Ebersberg zu erfassen. Dies soll den Startpunkt für die Vernetzung darstellen. Des Weiteren ist geplant, Austauschtreffen zu bestimmten Themen einzurichten.

Projekt 3: medizinisches Fachpersonal (AK Gesundheitsversorgung: Strukturen im Landkreis)

Kurzbeschreibung: Hintergrund dieses Projektes ist der Fachkräftemangel in den medizinischen Assistenzberufen und des fehlenden bezahlbaren Wohnraums im Landkreis. Bereits heute können offene Stellen immer schwerer neu- und nachbesetzt werden. Übergeordnetes Ziel dieses Projektes ist es, den Fachkräftemangel im Landkreis Ebersberg um 10% zu reduzieren. Dazu wurde in einem ersten Schritt die Ist-Situation in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen abgefragt und analysiert. Die Projektgruppe hat dazu eine Abfrage im Landkreis im Winter 2016/2017 durchgeführt. Anhand dieser Ergebnisse sollen im nächsten Schritt Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Darunter werden schwerpunktmäßig Maßnahmen zur Rekrutierung, zur langfristigen Mitarbeiterbindung, zur Ausbildung und wahrscheinlich auch eine Imagekampagne zur aktiven Anwerbung von Pflegekräften, auch im Ausland, fallen.

Projekt 4: AK Psychische Gesundheit

Kurzbeschreibung: Das Thema psychische Gesundheit soll mehr in die Öffentlichkeit getragen werden und so zur Entstigmatisierung beigetragen werden. Dazu wurde bereits im Herbst 2016 eine Auftaktveranstaltung durchgeführt. Bei dieser Veranstaltung wurden Arbeitgeber in den Fokus gesetzt und zu diesem Thema sensibilisiert. Nach der Evaluation des Fachtages vom November 2016 sollen im Rahmen der Nachhaltigkeit die teilgenommenen Betriebe befragt werden. Thema der Befragung wird sein, ob Sie das erlernte in Ihrem Betrieben umsetzten konnten.

Projekt 5: Demenz (AK Senioren)

Kurzbeschreibung: Ziele der Projektgruppe sind:

  • Erhebung des Bestandes an Unterstützungs- und Versorgungsangeboten landkreisweit
  • Bekanntmachung örtlicher Netzwerke
  • Identifikation von Problemen und notwendigen Bedarfen

Im Landkreis Ebersberg findet jährlich im März eine Woche der Demenz statt. Mit dieser Themenwoche will der Landkreis auf das Thema Demenz aufmerksam machen und Berührungsängste abbauen. Des Weiteren fand eine Veranstaltung zum Welt-Alzheimertag im September 2017 im Landratsamt Ebersberg statt. Derzeit findet eine Abfrage der Kommunen über die jeweiligen Seniorenbeauftragten zum Thema „Demenz in der Kommune“ statt. Ebenso wird ein landkreiseinheitlicher Demenzüberleitungsbogen entwickelt. Mit Hilfe des Bogens sollen die Übergänge von ambulant nach stationär und umgekehrt verbessert werden.

Projekt 6: Hospiz- und Palliativversorgung (AK Senioren)

Kurzbeschreibung: Die Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten ist derzeit wie folgt im Landkreis Ebersberg organisiert:

Palliativstation der Kreisklinik: Stationäre Palliativversorgung

Caritas: Träger für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Christophorus Hospizverein Ebersberg e.V.: Ergänzung des speziell qualifizierten medizinischen und pflegerischen Personals der ambulanten und stationären Dienste durch kompetente ehrenamtliche Hospizbegleiter.

Bei der Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten sind jedoch auch weitere Akteure beteiligt. Darunter fallen Hausärzte, sowie ärztliche Spezialisten, ambulante Pflegekräfte, Pflegeeinrichtungen und Angehörige. Aber auch Kostenträger und Einrichtungen der psychosozialen Versorgung. Eine professionelle oder institutionalisierte Vernetzung dieser Akteure mit den drei qualifizierten Organisationen (PS KK, SAPV, CHV) ist im Landkreis noch nicht verankert. Ziel ist es, ein koordiniertes Hospiz- und Palliativnetzwerkes im Landkreis Ebersberg aufzubauen. Es konnten bereits in den vergangenen zwei Jahren eine Weiterbildung für Ärzte zum Thema „Palliativmedizin“ angeboten werden. Eine ähnliche Fortbildung soll in Zukunft auch für Pflegekräfte im Sinne einer Palliativbegleitung angeboten werden.


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