2018: Neue Entwicklungen in den Gesundheitsregionenplus

Hintergrund

Das vom StMGP initiierte Förderprogramm Gesundheitsregionenplus unterstützt die bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte beim Aufbau regionaler gesundheitsnetzwerke und versetzt die Kommunen in die Lage, zielgerichtete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit vor Ort zu entwickeln. Im Vordergrund stehen dabei die beiden Handlungsfelder Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gesundheitsversorgung. Seit dem Start des Förderprogramms ist das Interesse der Kommunen anhaltend hoch. Dementsprechend konnte das LGL im Jahr 2018 bereits den 50. Zuwendungsbescheid übersenden.

Neue Gesundheitsregionenplus

Im Jahr 2018 hat das LGL insgesamt elf neue Förderungen bewilligt. Hierzu zählen die Landkreise Kulmbach, Neu-Ulm, Fürth, Augsburg, Aichach-Friedberg, Deggendorf, Nürnberger Land und Traunstein, die Stadt Augsburg sowie Zusammenschlüsse von Stadt und Landkreis in Schweinfurt und Landshut. Somit erreicht das Förderprogramm aktuell zwei Drittel der bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte.

Zügige Umsetzung vor Ort

Die regionalen Strukturen der Gesundheitsregioplus konnten vor Ort zügig aufgebaut und nachhaltig angelegt werden. Innerhalb des ersten Förderjahres besetzten die Gesundheitsregionenplus eine Geschäftsstelle, gründeten ein Gesundheitsforum als zentrales Steuerungsgremium und riefen themenbezogene Arbeitsgruppen ein, in denen die maßgeblichen lokalen Akteure des Gesundheitswesens mitwirken. So sind bayernweit mittlerweile über 228 Arbeitsgruppen zu einem breiten Themenspektrum der Gesundheitsförderung/Prävention und Gesundheitsversorgung sowie – je nach regionalem Bedarf – zu weiteren Handlungsfeldern aktiv. Die in den Arbeitsgruppen entwickelten konkreten Projekte zur Verbesserung der Gesundheit vor Ort können in der LGL-Projektdatenbank eingesehen werden:

Vernetzung durch die Fachliche Leitstelle am LGL

Neben der Aufgabe als Bewilligungsbehörde berät und begleitet die am LGL eingerichtete Fachliche Leitstelle die bestehenden Gesundheitsregionenplus und stellt darüber hinaus Kontakte zu Praxispartnern und Wissenschaft her. Jährliche Fortbildungsveranstaltungen bieten eine Plattform für den fachlichen Austausch. Der Ansatz der Gesundheitsregionenplus wird auch im nationalen und internationalen Kontext zunehmend beachtet. So diskutierten bei einem Workshop im Oktober 2018 Teilnehmer aus Bulgarien und Ungarn über europäische Perspektiven regionaler Zusammenschlüsse wie den Gesundheitsregionenplus.

 

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