Klima und Gesundheit

Klimaexperten sind sich einig, dass die globale Durchschnittstemperatur noch in diesem Jahrhundert durch menschliche (anthropogene) Einflüsse um 1,4 bis 5,8 Grad ansteigen wird. Auch die Anzahl der heißen Tage (Tage mit Tmax > 30 °C) wird im Mittel zunehmen (siehe Abbildung 1) und extreme Wetterereignisse werden sich wahrscheinlich häufen. Das wird nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die menschliche Gesundheit Konsequenzen haben.

Die Sterblichkeit durch Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems werden sich sowohl durch Hitze- als auch Kältewellen erhöhen. Ein Beispiel ist der sogenannte Jahrhundertsommer 2003, als in Europa besonders in der älteren Bevölkerungsgruppe und bei Menschen in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung mehrere Tausend Todesfälle mehr auftraten als in dieser Saison üblich.

Die UV-Belastung kann durch den Klimawandel steigen und somit das Risiko von Hautkrebs zunehmen. Die Erhöhung der Durchschnittstemperaturen kann die Verbreitung von Krankheitserregern begünstigen und zu einer Zunahme von Infektionserkrankungen führen. Auch die Produktion von Pollen wird durch den Klimawandel verstärkt und zeitlich früher im Jahr beginnen. Damit haben Allergiker mit einer verstärkten und verlängerten Pollenflugsaison zu rechnen.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat zusammen mit dem Landesamt für Umwelt im Jahr 2006 den Sachstand zu diesem Thema für Bayern zusammengefasst und in einer Broschüre veröffentlicht:

Klimaveränderung in Bayern: Gesundheitliche Folgen und Perspektiven (PDF, 2 MB)

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