Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Nachfolgeuntersuchung des Human-Biomonitorings (HBM) in Altötting startet

Die Einladungen zur Wiederholung des Human-Biomonitorings (HBM) in Altötting wurden versendet. Ziel der erneuten Untersuchung ist zu prüfen, wie deutlich die PFOA-Belastung im Blut der Bevölkerung nach den umfassenden Maßnahmen zur Trinkwasseraufbereitung im Landkreis Altötting zurückgegangen ist. Das Monitoring wird außerdem um die Erfassung immunologischer Parameter wie z. B. Antikörper erweitert, die im Zusammenhang mit früheren Impfungen (insbesondere gegen Covid-19) stehen.

Das HBM wird erneut in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Altötting durchgeführt. Nachuntersucht werden diejenigen Personen, die bereits im März 2018 am HBM teilgenommen haben.

Im Frühjahr 2018 wurde die Sanierung der Trinkwasserversorgung abgeschlossen und somit die Haupteintragsquelle für PFOA geschlossen. So liegen alle im Landkreis Altötting gemessenen Trinkwasserwerte seit Mai 2018 deutlich unter dem seit 2019 vom Umweltbundesamt empfohlenen Maßnahmenwert (0,05 µg/l) für besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen, wie Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder.

Aktuelle Informationen

Kostet die Untersuchung etwas?

Die Untersuchungen sind für die Probanden kostenfrei.

Wann erhalten die Probanden ihre Ergebnisse?

Ein Schreiben mit dem Ergebnis der Untersuchung und dem Vergleich der Werte von 2018 und 2022 wird, sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versandt.

Ist eine Beratung der Probanden zu den Ergebnissen geplant?

Die Probanden erhalten neben ihren Ergebnissen auch ein Gesprächsangebot, um die jeweiligen Ergebnisse für sich selbst besser einordnen zu können.

Wann wird der gesamte Bericht (durch das LGL) veröffentlicht? Wird man darüber informiert?

Der Abschlussbericht wird auf der Website des LGL veröffentlicht, sobald die Untersuchungen vollständig abgeschlossen sind.

Was können Betroffene tun, die zu hohe PFOA-Gehalte im Blut haben? Welche Beratung / Unterstützung bieten die Behörden?

Auf Grund der bisherigen Erkenntnisse besteht – auch im Falle einer Überschreitung des sogenannten HBM-II-Wertes – keine konkrete gesundheitliche Gefährdung. Ein akuter Handlungsbedarf besteht nicht, die Haupteintragsquelle – das Trinkwasser – wurde bereits erfolgreich saniert. Betroffene können sich dennoch jederzeit an die Infoline des LGL wenden, die Kontaktdaten sind hier zu finden: https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/pfas/et_infoline.htm.

Wie profitieren die Probanden, wird es eine individuelle Impfberatung geben?

Eine individuelle Impfberatung ist nicht geplant. Gleichwohl erhalten die Probanden auch die Ergebnisse zu den Antikörperuntersuchungen, die sie dann mit ihrer Hausärztin bzw. ihrem Hausarzt besprechen können.