Gesundheitsmonitoring von Pollenallergiker/innen (APOLLO-Studie)

Kurzbeschreibung:

In den letzten Jahrzehnten konnte eine Zunahme allergischer Erkrankungen vor allem bei jungen Erwachsenen und Kindern beobachtet werden. Die meisten Pollenallergiker/innen leiden unter Beschwerden in Augen, Nase und Lunge. Neben diesen allergischen Symptomen, leiden Allergiker/innen zudem häufig unter Müdigkeit, Schlafstörungen oder verminderter Lebensqualität. Mit Hilfe von Polleninformationsdiensten können Allergiker/innen ihr Verhalten oder ihre Medikamenteneinnahme an tagesaktuelle Pollenkonzentrationen anpassen. Das elektronische Polleninformationsnetzwerk Bayern (ePIN) liefert Informationen von acht elektronischen Pollenmonitoren zum tagesaktuellen Pollenflug in Bayern.

Die APOLLO-Studie dient als qualitätssichernde Maßnahme des elektronischen Polleninformationsnetzwerks Bayern. Es sollen mögliche Zusammenhänge zwischen der Pollenkonzentration, den physischen Beschwerden von Pollenallergikern/innen und den Auswirkungen auf ihre Lebensqualität untersucht werden.

Rekrutiert werden die Pollenallergiker/innen einerseits über die Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, die Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sowie über das Institut und die Poliklinik für Arbeits- Sozial- und Umweltmedizin der LMU München. Es können auch Pollenallergiker/innen teilnehmen, die aktuell nicht an den Kliniken der LMU behandelt werden und über die Webseite des elektronischen Polleninformationsnetzwerks von der APOLLO-Studie erfahren haben.
Nachdem die Pollenallergiker/innen in die Studienteilnahme eingewilligt haben, wird ihnen der Erstfragebogen zugeschickt. Dieser beinhaltet Fragen zu Allergien, zur Medikamenteneinnahme sowie zur Nutzung von Polleninformationsdiensten. Anschließend füllen die Teilnehmer/innen für einen Zeitraum von zwei Monaten das sogenannte Pollenlogbuch aus. Im Pollenlogbuch werden täglich allergische Symptome, allergiebedingte Beschwerden und Einschränkungen im Alltag sowie die Medikamenteneinnahme der Teilnehmer/innen abgefragt. Das Pollenlogbuch kann bequem über eine App ausgefüllt werden.
Am Ende der Studie wird den Teilnehmer/innen der Abschlussfragebogen, mit Fragen zu ihrer Gesundheitskompetenz sowie zu ihrer Lebensqualität, zugesandt. Zudem soll mit dem Abschlussfragebogen das elektronische Polleninformationsnetzwerk evaluiert werden.
Die Ethikkommission der medizinischen Fakultät der LMU hat der Studie ein positives Votum erteilt.

Mit dem Pollenlogbuch können die Teilnehmer/innen ihre allergischen Symptome und Beschwerden aufzeichnen, sowie sich diese vor dem Hintergrund der täglich gemessenen Pollenkonzentration in der Luft anzeigen lassen.

Pollenallergiker/innen können fortlaufend in die Studie aufgenommen werden. Interessierte können sich über APOLLO@lgl.bayern.de zur Studie anmelden.

Die Studie wird vom Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Kooperation mit dem Klinikum der Universität München durchgeführt:

  • Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
  • Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Institut und Poliklinik für Arbeits- Sozial- und Umweltmedizin


Laufzeit: 01.01.2021 - 31.12.2022