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Information des Bayerischen Krebsregisters
01.04.2026
Newsletter Frühling 2026
| Sehr geehrte Damen und Herren, anbei senden wir Ihnen den vierteljährlichen Newsletter des Bayerischen Krebsregisters in der Frühlingsausgabe 2026. Zu Beginn des Jahres möchten wir Ihnen gerne mitteilen, dass das Bayerische Krebsregister die Förderfähigkeit für 2026 vollumfänglich erhalten hat. Die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) bescheinigte dem Bayerischen Krebsregister die Erfüllung aller Förderkriterien für das Jahr 2025. Das Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut hat gemeinsam mit dem DKR (Deutsche Krebsregister e. V.) im Dezember 2025 die neue Ausgabe von „Krebs in Deutschland“ veröffentlicht. Die 15. Ausgabe präsentiert aktuelle Daten zu Inzidenz, Prävalenz und Überleben von Krebserkrankungen für die Jahre 2021–2023 und ermöglicht damit eine Trendeinschätzung für die letzten 25 Jahre. Nach dem erfolgreichen Start des CancerQualityHub im vergangenen Jahr richten der DKR und die Plattform § 65c auch in diesem Jahr wieder die länderübergreifende Qualitätskonferenz der deutschen Landeskrebsregister aus. Nach den Kopf-Hals-Tumoren stehen nun kolorektale Karzinome im Fokus der Veranstaltung am 26.11.2026 von 13:30 bis 18:00 Uhr in Mainz. Dabei werden wieder Daten – darunter auch die des Bayerischen Krebsregisters – und Ergebnisse zur onkologischen Versorgungsqualität im nationalen Kontext präsentiert. Mit den besten Frühlingsgrüßen
Kopf-Hals-Tumoren als Beispiel für HPV-assoziierte TumoreTumoren im Kopf-Hals-Bereich machten 2023 bei Frauen 1,7 Prozent und bei Männern 3,0 Prozent aller Krebsneuerkrankungen in Bayern aus. Während die Inzidenz bei Männern seit 2004 deutlich sinkt, stieg sie bei Frauen bis 2011 an und zeigt seitdem einen leichten Rückgang (siehe Abbildung). Neben Alkohol und Tabak ist ein weiterer, wichtiger Risikofaktor das Humane Papillomavirus (HPV), vor allem sogenannte Hochrisiko-Typen (HPV 16 und HPV 18). Die Beschreibung der Versorgung von Tumoren des Oro- und Hypopharynx in Deutschland stand im Mittelpunkt eines Beitrags auf dem „CancerQualityHub“, der Qualitätskonferenz des Deutschen Krebsregister e. V. (DKR). In einem bundesweiten Projekt wurden Daten aller Landeskrebsregister in Deutschland zu Oro- und Hypopharynx analysiert. Im Artikel „Kopf-Hals-Tumoren als Beispiel für HPV-assoziierte Tumore“ in der März-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes werden die Ergebnisse aus Bayern vorgestellt.
Erfüllung der Förderkriterien des GKV-SpitzenverbandesDer GKV-Spitzenverband prüft jährlich, ob die nach § 65c SGB V benannten Krebsregister weiterhin die festgeschriebenen Förderkriterien erfüllen. Zu den 43 Förderkriterien zählen unter anderem die Vollzähligkeit und Vollständigkeit des Datenbestandes, die Datenweiterleitung an Landesauswertungsstellen oder die Durchführung von Qualitätskonferenzen. Der gesamte Katalog mit den Kriterien kann auf der Homepage des GKV-Spitzenverbandes eingesehen werden. Das Bayerische Krebsregister hat mit Bescheinigung durch die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) im Jahr 2025 alle Förderkriterien erfüllt und somit die Förderfähigkeit für 2026 vollumfänglich erhalten. Neue Ausgabe „Krebs in Deutschland“Die 15. Ausgabe von „Krebs in Deutschland“ präsentiert aktuelle Daten zu Inzidenz, Prävalenz und Überleben von Krebserkrankungen für die Jahre 2021–2023. Der Trend für einzelne Entitäten, getrennt nach Geschlechtern kann darin für die letzten 25 Jahre eingesehen werden. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland schätzungsweise 517.800 neue Krebsfälle diagnostiziert. Die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate ist damit weiterhin leicht rückläufig. Die Auswertungen basieren auf Registerdaten und der amtlichen Todesursachenstatistik und fassen die wichtigsten epidemiologischen Kennzahlen für mehr als 30 Krebsarten zusammen, einschließlich Angaben zu Häufigkeit, Sterblichkeit, Tumorstadien, Überlebensaussichten und Risikofaktoren. Neu dazugekommen sind eine differenziertere Einteilung bei Blut- und Lymphdrüsenkrebs, Auswertungen nach Gewebeart sowie erstmals kartographische Darstellungen der Inzidenz und der Mortalität auf regionaler Ebene. (Weitere Informationen sowie die Ausgabe zum Herunterladen) Deutscher Krebskongress (DKK) 2026Unter dem Motto “zusammen – gezielt – zukunftsfähig” tauschten sich beim DKK 2026 mehr als 12.500 Expertinnen und Experten aus Klinik, Forschung und Versorgung zu aktuellen Erkenntnissen und der Onkologie von morgen aus. Auch unser Team vom Bayerischen Krebsregister war u.a. aktiv mit Vorträgen oder E-Postern beteiligt: • Dr. Verena Loidl: „Einfluss sozialer Benachteiligung und von COVID-19 auf die räumlich-zeitlichen Krebsinzidenzraten in Bayern 2018 bis 2023“ (E-Poster) • Dr. Nina Grundmann: „Modeling long-term breast cancer incidence rates overall and stratified by stage with respect to the COVID-19 pandemic in Bavaria – an interrupted time-series analysis“ (E-Poster) • Prof. Dr. Sylke Zeißig: “Bundesweite Onkologische Qualitätskonferenz: Sarkome” (Vortrag) • Prof. Dr. Elisabeth Sturm-Inwald: „Prognostic factors for survival and recurrence in vaginal cancer - insights from a German population-based study“ (Vortrag) Gemeinsam stark: Am Gemeinschaftsstand versammelte sich das Bayerische Krebsregister unter anderem mit Kolleginnen und Kollegen anderer Landeskrebsregister im Verbund der Plattform § 65c (dem bundesweiten Zusammenschluss der klinischen Landeskrebsregister), dem Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert Koch-Institut, dem Deutsches Kinderkrebsregister (DKKR) und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. (ADT-Netzwerk). Ein großer Dank geht an die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe für die Organisation dieses wichtigen Forums – und an alle, die mit uns an der Krebsversorgung in Deutschland arbeiten. 9. Auflage der TNM-Klassifikation für die Krebsregistermeldung – Pflicht voraussichtlich ab Januar 2027Die TNM-Klassifikation dient weltweit zur Charakterisierung der anatomischen Ausbreitung von malignen Tumoren. Dadurch werden die Ausdehnung des Primärtumors (T), des Lymphknotenbefalls (N) und der Metastasen (M) beschrieben. Sie folgt den WHO-Richtlinien und wird in Zusammenarbeit mit der Union for International Cancer Control (UICC) herausgegeben. Anfang 2026 erschien die 9. Auflage in deutscher Übersetzung. Änderungen betreffen u. a. Tumoren des Verdauungstraktes, Kopf-Hals-Tumoren sowie Lungen-, Pleura- und Thymustumoren. Bevor diese Version in den Krebsregistern verwendet werden kann, müssen noch die entsprechenden Wertetabellen und Plausibilitätsregeln erstellt und die Dokumentationssoftware sowie Meldeportal und Meldebögen angepasst werden. Der Wechsel einer Klassifikationsversion mitten im Jahr erschwert die Erstellung von Jahresstatistiken. Die Anwendung von TNM 9 für die Krebsregistermeldung wird daher voraussichtlich ab 1.1.2027 Pflicht sein. Information zu Krebsregistern und Unterstützung für meldende EinrichtungenIn vielen medizinischen Einrichtungen sind es medizinische Fachangestellte, die die Meldung an das Krebsregister abgeben und so einen unverzichtbaren Beitrag zur Datenqualität leisten. Im Rahmen ihrer Berufsausbildung ist die Meldung an das Krebsregister jedoch nicht enthalten. Im Mitgliedermagazin praxisnah des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. informieren Mitarbeitende von Landeskrebsregistern in einem Beitrag in der Ausgabe 11+12/2025 über die Rolle der Register, worauf es bei einer Meldung ankommt und welche Unterstützung meldende Einrichtung erhalten. Der Fachbeitrag ist auf der Internetseite des Verbandes einsehbar. Das Bayerische Krebsregister stellt den meldenden Einrichtungen auf seiner Homepage ausführliche Informationen sowohl in schriftlicher Form als auch mittels Videotutorials zur Verfügung. Jede Region in Bayern verfügt außerdem über ein regionales Krebsregister-Zentrum. Die Mitarbeitenden dort sind die direkten Ansprechpartner für Meldende und stehen gerne für inhaltliche Fragen zur Verfügung. Die Kontaktdaten des für Sie zuständigen Zentrums finden Sie nachfolgend. |
Das Team des Bayerischen Krebsregisters bedankt sich bei Ihnen ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit.
Ihre Koordinierungsstelle des Bayerischen Krebsregisters
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