Aufgaben/Zuständigkeiten des Landesinstituts

Gesundheit (GE), Sachgebiet GE6

Versorgungsepidemiologie einschließlich Regionalanalysen

Die Versorgungsepidemiologie bezeichnet den Einsatz epidemiologischer Methoden zur Beschreibung und Erklärung der präventiven, ambulanten, stationären und rehabilitativen Gesundheitsversorgung sowie der damit einhergehenden regionalen und sozialen Unterschiede. Somit hilft Versorgungsepidemiologie, die Gesundheitsversorgung wissensbasiert weiterzuentwickeln sowie Über-, Unter- und Fehlversorgung zu vermeiden. Soweit möglich und für die jeweilige Fragestellung sinnvoll, sollten versorgungsepidemiologische Analysen:

  1. sektorenübergreifend sein,
  2. neben der Ebene der Versorgungs-Nutzer und Professionellen auch die Ebene der Institutionen sowie die weiteren Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens berücksichtigen und
  3. das Ausmaß sozialer Unterschiede bei der Gesundheitsversorgung beschreiben.

Zu den Aufgaben der Versorgungsepidemiologie am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zählen vor allem:

  • Beschaffung und Analyse von Routinedaten sowie Daten der amtlichen Statistik
  • Aufbau und Pflege eines Indikatorensatzes für die regionale Versorgungsberichterstattung
  • Beschreibung und Analyse der Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgungsleistungen
  • Beschreibung und Analyse der Versorgungsqualität
  • Regionale Prognosen zum zukünftigen Bedarf an Gesundheitsversorgung unter Berücksichtigung ggf. besonderer Bedarfslagen in Bayern
  • Analyse der Auswirkungen gesetzlicher Regulationen auf die Versorgung
  • Fachliche Beratung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP)
  • Kooperation mit Akteuren des Gesundheitswesens und Vertretern der Wissenschaft bei spezifischen versorgungsepidemiologischen Studien

Zielgruppe

Politik, alle an der Gesundheitsversorgung Beteiligten, Fachöffentlichkeit, Öffentlichkeit

Kontakt

Herr Prof. Dr. Alfons Hollederer
Tel. 09131/6808-2910
E-Mail: alfons.hollederer@lgl.bayern.de