Aufgaben/Zuständigkeiten des Landesinstituts

Gesundheit (GE), Sachgebiet GE6

Gesundheitsregionenplus

Viele Gesundheits- und Versorgungsprobleme in der Bevölkerung erfordern passgenaue Lösungen, die die regionalen Gegebenheiten berücksichtigen. Aus diesem Grund sind professionelle Management- und Steuerungsinstrumente sowie ein fachlich kompetentes Netzwerk vor Ort notwendig. Solche Strukturen bieten die neuen "Gesundheitsregionenplus", indem sie die bestehenden Ansätze "Gesundheitsregionen", "Regionale Gesundheitskonferenzen" und "Gesunder Landkreis – Runde Tische zur Gesundheitsförderung" bündeln und weiterentwickeln.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) fördert seit Anfang 2015 die Etablierung von Gesundheitsregionenplus in Bayern und stellt dafür zunächst Finanzmittel von jährlich bis zu 50.000 Euro je Gesundheitsregionplus für fünf Jahre zur Verfügung. Ziel ist es, den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern, die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu erhöhen und die wohnortnahe Gesundheitsversorgung zu optimieren. Bisher konnten 39 Gesundheitsregionenplus, die sich aus insgesamt 49 Landkreisen und kreisfreien Städte zusammensetzen, von der Förderung profitieren.

Die Struktur der Gesundheitsregionenplus stützt sich auf das Gesundheitsforum, das als zentrales Leitungs- und Steuerungsgremium unter Vorsitz eines Landrats oder Oberbürgermeisters fungiert. Für die beiden Handlungsfelder Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung/Prävention werden Arbeitsgruppen installiert, um komplexe Problemlagen zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln, die dann wiederum in das Gesundheitsforum eingebracht werden. Zur Unterstützung wird eine Geschäftsstelle eingerichtet, die als Anlaufstelle für alle Mitglieder und der Koordinierung zwischen dem Gesundheitsforum und den Arbeitsgruppen dient. An den Gesundheitsregionenplus nehmen Vertreter der Kommunalpolitik teil sowie alle lokalen Akteure, die bei der Gesundheitsversorgung und Prävention eine wesentliche Rolle spielen. Damit Versorgungsfragen noch sinnvoll behandelt werden können, ist eine Gesundheitsregionplus nicht kleiner als ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt. In Gebieten, in denen starke Mitversorgereffekte vorherrschen oder enge strukturelle Zusammenhänge bestehen, sollen sich mehrere Landkreise bzw. kreisfreie Städte zusammenschließen.

Die Aufgabe des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist es, die Entwicklung der Gesundheitsregionenplus zu begleiten, sie fachlich zu beraten, einen Informations- und Erfahrungsaustausch sicherzustellen und zu evaluieren. Eigens dafür hat das LGL eine Fachliche Leitstelle eingerichtet. Sie unterstützt die Evaluationsaktivitäten der Gesundheitsregionenplus und ihrer Projekte, führt diese zusammen und berät zielgerichtet bei der Entwicklung von Lösungsoptionen und Maßnahmen vor Ort. Das LGL ist zudem Bewilligungsbehörde im Auftrag des StMGP.

Zielgruppe

Bayerische Landkreise und kreisfreie Städte

Kontakt

Malte Bödeker
Till Beiwinkel
Leitstelle Gesundheitsregionplus
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Sachgebiet GE 6: Versorgungsqualität, Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystemanalyse
Schweinauer Hauptstraße 80, 90441 Nürnberg

Telefon: 09131 6808-2917
Telefax: 09131 6808-2905
E-Mail: gesundheitsregionplus@lgl.bayern.de

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