Geflügelpest in Bayern 2016/2017

Im Zuge der durch das hochpathogene Aviäre Influenzavirus (HPAIV) vom Subtyp H5N8 verursachten Geflügelpest-Epidemie 2016/2017, die in Bayern sowohl Wildvögel als auch gehaltene Vögel betraf, wurden Ende März 2017 die letzten Infektionen bei Wildvögeln in Bayern diagnostiziert. HPAI vom Subtyp H5NX blieb jedoch in Deutschland und Europa weiterhin in der Wildvogelpopulation präsent, auch im weiteren Verlauf des Jahres 2017 wurden gelegentlich HPAIV H5NX-Infektionen Infektionen aus Deutschland und Europa gemeldet.

HPAI H5N6 wurde Ende 2017 in den Niederlanden und bei Wildvögeln in der Schweiz nachgewiesen. In Bayern wurde dieser Subtyp Anfang 2018 erstmals im Wildvogel nachgewiesen. Es handelt sich bislang um einen Einzeltierbefund.

Dieses europäische HPAIV H5N6 unterscheidet sich von den in Asien zirkulierenden H5N6-Viren, die auch Menschen infizieren können. Nach Einschätzung des FLI gibt es für die in Europa gefundenen H5N6 bislang keine Hinweise auf eine Infektionsgefahr für den Menschen.

Seit den weitreichenden H5N1-Geflügelpestgeschehen der Jahre 2005/2006 werden auch in Bayern kontinuierlich Monitoringprogramme auf AI in Wildvögel und Hausgeflügel durchgeführt. Im Rahmen des Hausgeflügelmonitorings werden nach Stichprobenschlüssel Seren von Hühnern, Puten, Enten, Gänsen und Vögeln aus sonstigen Haltungen auf Antikörper gegen das aviäre Influenza A Virus (AIV) untersucht. Für das Monitoring von Wildvögeln auf AI werden vorrangig Proben von tot aufgefundenen, aber auch von erlegten Wasservögeln auf AIV-Genom untersucht. Um eine Ausbreitung der aviären Influenza A Virus Infektionen zu verhindern, sollte der Kontakt von Wildvögeln zu Nutzgeflügel verhindert werden. Das LGL hat speziell für Tierhalter ein Merkblatt mit Empfehlungen für Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz gegen eine Verbreitung der Aviären Influenza erarbeitet.

Merkblatt für Geflügelhalter