Die Schweinepest – Monitoring in Bayern – Untersuchungsergebnisse 2018 – 2020

Untersuchungen bayerischer Wildschweine auf Klassische und Afrikanische Schweinepest

Die Verordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Klassischen und der Afrikanischen Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen (Schweinepest-Monitoring-Verordnung, SchwPestMonV) regelt die Untersuchungen auf die Afrikanische Schweinepest und die Klassische Schweinepest. Demnach waren im Jahr 2018 in Bayern mindestens 3.620 Wildschweine auf die Präsenz von Antikörpern gegen den Erreger der Klassischen Schweinepest zu untersuchen. Ein Stichprobenschlüssel stellte eine sinnvolle räumliche und zeitliche Verteilung dieser Proben über die Landkreise Bayerns sicher.

Auch im Jahr 2018 wies das LGL in keiner der 4.716 untersuchten Seren und Körperhöhlenflüssigkeiten von gesund erlegten Wildschweinen Antikörper gegen das Virus der Klassischen Schweinepest nach.

Neben den aufgeführten Untersuchungen auf Antikörper bei gesund erlegten Wildschweinen untersucht das LGL Proben von Fallwild, in diesem Fall von tot aufgefundenen Wildschweinen, und auffälligen Tieren nachLGL virologisch auf die Erreger der Klassischen Schweinepest und Afrikanische Schweinepest. Die Afrikanische Schweinepest kommt seit Jahren in den Wildschweinpopulationen und teilweise auch in Hausschweinebeständen östlicher EU-Staaten, auf Sardinien und in zahlreichen Nicht-EU-Ländern Osteuropas vor. Im Jahr 2018 erfolgte darüber hinaus ein Eintrag nach Belgien. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung nach Deutschland.

In allen 194 virologisch untersuchten Proben schloss das LGL im Jahr 2018 eine Infektion mit den Erregern der Klassischen Schweinepest und der Afrikanischen Schweinepest aus. Informationen zur Afrikanischen Schweinepest, den durchgeführten Präventionsmaßnahmen und Untersuchungen sind an anderer Stelle ausführlich dargestellt.

Tabelle: Wildschwein-Monitoring: Ergebnisse der virologischen Untersuchungen auf ASP

Untersuchung von Organen, Tupfer- und Blutproben von verendet aufgefundenen und auffällig erlegten Wildschweinen auf das Vorhandensein von ASP-Virus-Genom

Datenstand:
06.11.2020
Am LGL
untersuchte  Proben
ASP-Virus-Genom negativ
ASP-Virus-Genom positiv
Wildschweine 2020 174 174 0
2019 188 188 0
2018 194 194 0