Verfahren zur Ermittlung psychischer Belastungen

Verfahren zur Ermittlung psychischer Belastungen im Unternehmen

Es gibt eine Vielzahl von Instrumenten, die zur Ermittlung arbeitsbedingter psychischer Belastungen und Beanspruchungen - z. B. durch Betriebsärzte, Sicherheitsfachkräfte - eingesetzt werden können. Je nach Fragestellung, Branche oder Analysetiefe eignen sich die einzelnen Instrumente unterschiedlich gut. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat eine Toolbox erstellt, in der geeignete Verfahren beschrieben werden.

Die Toolbox enthält bedingungsbezogene und personenbezogene Verfahren. Bedingungsbezogene Verfahren, die auf Veränderungen der Arbeitsbedingungen abzielen, werden in der Toolbox nach der Analysetiefe in orientierende Verfahren, Screeningverfahren und Expertenverfahren eingeteilt.

Toolbox: Instrumente zur Erfassung psychischer Belastungen

Verfahren zur Ermittlung von psychischen Belastungen durch die bayerische Gewerbeaufsicht

Bei eigenen Schwerpunktaktionen verwendet die bayerische Gewerbeaufsicht zum einen standardisierte Instrumente wie das Verfahren SPA-S, zum anderen selbst entwickelte Erhebungsverfahren (Mitarbeiterfragebögen, Fragenkataloge für die Leitungsebene und betriebliche Funktionsträger). Das praxiserprobte Screening-Verfahren SPA-S (Screening psychischer Arbeitsbelastungen) wurde von der Universität Potsdam entwickelt und erlaubt mit einem vergleichsweise geringen Zeitaufwand eine standardisierte Grobanalyse psychischer Fehlbelastungen.

Eingesetzt wird dieses Verfahren von Mitarbeitern der Gewerbeaufsicht (Gewerbeärztlicher Dienst), die dafür gezielt geschult und qualifiziert worden sind. Bislang wurden mit dem Verfahren psychische Fehlbelastungen von Busfahrern im öffentlichen Personennahverkehr und bei Altenpflegekräften ermittelt und Lösungsmöglichkeiten zu deren Minimierung entwickelt und umgesetzt.

SPA - Screening Psychischer Arbeitsbelastungen

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