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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Bienen und "Bienensterben"

Am LGL werden vor allem Brut- und Honigwaben auf Erreger von Bienenerkrankungen untersucht. Die hierzulande wichtigste anzeigepflichtige Bienenerkrankung ist die so genannte "Amerikanische Faulbrut", die durch das Bakterium Paenibacillus larvae larvae verursacht wird. Als weitere Erreger von Bienenkrankheiten werden in einem geringeren Umfang auch Tracheenmilben, Varroa-Milben sowie einzellige Parasiten der Gattung Nosema nachgewiesen.

Mit einem Verlust von etwa zehn Prozent der Bienenvölker, hauptsächlich bedingt durch die Varroa-Milbe, muss hierzulande in einem durchschnittlichen Jahr immer gerechnet werden. Aber auch Verluste von bis zu einem Drittel, wie beispielsweise 2003, waren auch in Bayern bereits zu verzeichnen.

Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die Widerstandskraft der Bienen abnimmt. Das Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau beobachtet, dass im Vergleich zu früheren Jahren jetzt bereits ein geringerer Befall mit Varroa-Milben ausreicht, um ein Bienenvolk zum Absterben zu bringen. Hierfür gibt es sicherlich mehrere Gründe, die zusammenwirken. So wurden 2004 in Frankreich bestimmte Pestizide aus der Gruppe der Neonikotinoide verboten, nachdem eine Expertengruppe im Auftrag des französischen Landwirtschaftsministeriums diesen Giften eine hohe Mitverantwortung an dem dort beobachteten Bienensterben zugeschrieben hatte.

Daneben werden noch weitere Ursachen wie zum Beispiel ein durch Monokulturen auf den Feldern bedingter einseitiger Speiseplan für die Schwächung der Bienen vermutet. Aber auch ein ganz anderer Grund führt zu einem Rückgang der Gesamtzahl der Bienenvölker: Die Zahl der Imker nimmt in Bayern jedes Jahr um 300 bis 400 ab.

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