Hinweise zu Untersuchung von Mastitisproben
Untersuchung von Mastitisproben
Das Gewinnen der Milchproben muss unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Geeignete Probenröhrchen werden vom Amt zur Verfügung gestellt.
Die Zitzenkuppe ist zu reinigen und zu desinfizieren. Die ersten Milchstrahlen werden verworfen. Die Proben sind aus den betroffenen Vierteln vom Anfangsgemelk zu entnehmen. Endgemelke werden für die Untersuchung auf Hefen und Pilze benötigt. Vorzugsweise sollte die Probennahme zur normalen Melkzeit erfolgen, andernfalls frühestens 2 Stunden nach dem Melken. Die Röhrchen sind so zu beschriften, dass eine eindeutige Zuordnung gewährleistet ist.
Bei der Probennahme selbst ist zu beachten, dass keine Keime aus der Umwelt in die Proben gelangen können. Die Röhrchen sollten erst unter der Kuh geöffnet und möglichst horizontal gehalten werden. Der Röhrchenverschluss ist mit der Innenseite nach unten zu halten. Das Zitzenende darf den Rand des Probennahmegefäßes nicht berühren. Es sind, wenn möglich, mindestens 20 ml Milch einzusenden.
Nach der Entnahme müssen die Proben schnellstmöglich zum Untersuchungslabor geschickt werden. Bei verzögertem Transport oder hohen Außentemperaturen sind die Proben zu kühlen (Benutzung von Kühlelementen).
Mit Borsäure (0,5 bis 0,6 % in der Probe) ist eine Konservierung möglich.
In den vom LGL gestellten Probenröhrchen ist Borsäure enthalten.
Den Proben ist ein Untersuchungsantrag (beim LGL erhältlich) beizufügen, auf dem der Tierbesitzer, der behandelnde Tierarzt, das Entnahmedatum, die Tierart, der Name bzw. die Nr. des Tieres, ein kurzer Vorbericht und über die normale Mastitisuntersuchung und Antibiogrammerstellung hinausgehende Untersuchungswünsche aufgeführt werden.
