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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Optimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung: Tierhalter, Tierärzte und Behörden ziehen an einem Strang.

Erste gemeinsame Schritte zur Umsetzung der 16. AMG-Novelle in Bayern

AntibiotikaflaschenCirca 80 Vertreter von Tierhaltern, Tierärzten, wissenschaftlichen Einrichtungen, Verbänden und Veterinärbehörden aus Bayern trafen sich am 29. Januar 2014 im LGL. Das LGL, das für die Umsetzung des 16. Gesetzes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes (16. AMG-Novelle) vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit einem Projekt beauftragt wurde, hatte zu einer gemeinsamen Sitzung geladen.

Bei der ersten gemeinsamen Sitzung wurden mit Experten aus allen Fachgebieten besetzte Arbeitsgruppen gebildet. Unter der Federführung des LGL werden diese Gruppen in Zukunft Hilfestellungen für alle von der AMG-Novelle Betroffenen erarbeiten, die diese bei der Erfüllung der Vorgaben und einer Verringerung des Antibiotikaeinsatzes unterstützen sollen. In der Folge soll damit das Risiko der Bildung von Antibiotikaresistenzen vermindert werden. Weitere Arbeitsgruppen werden sich mit dem Ausbau der Datenbank sowie der umfassenden Information der betroffenen Kreise und der Öffentlichkeit befassen.

Am 01. April 2014 trat die 16. AMG-Novelle in Kraft. Durch die Gesetzesänderung sind die Halter von Masttieren (Schweinen, Rindern, Hähnchen und Puten) nun verpflichtet, den Einsatz von Antibiotika bei ihren Tieren an die Behörde bzw. eine staatliche Datenbank zu melden. Aus diesen Meldungen wird berechnet, wie häufig die Tiere im letzten Halbjahr im Durchschnitt mit Antibiotika behandelt wurden (sog. Therapiehäufigkeit). Betriebe, in denen die Tiere überdurchschnittlich häufig behandelt wurden, sind verpflichtet, zusammen mit dem Tierarzt zu prüfen, was der Grund für den erhöhten Antibiotikaeinsatz war und wie dieser gesenkt werden kann. Entsprechende Schritte zur Verringerung sind zu ergreifen. In bestimmen Fällen ist ein Plan mit Maßnahmen zur Verringerung des Antibiotikaverbrauches zu erstellen.

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