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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Sudanfarbstoffe

Mit diesem Begriff sind hier rot-orange stabile künstliche Farbstoffe aus der chemischen Gruppe der Azofarbstoffe gemeint. Diese Farbstoffe kommen nicht natürlich in Lebensmitteln vor. Im Jahr 2003 wurde erstmals festgestellt, dass Gewürze, die von Natur aus Farben im gelben, orangen und roten Bereich zeigen (z. B. Paprikapulver, Kurkuma und Curry) mit solchen Farbstoffen gefärbt worden sind. Mit Sudanfarbstoffe kann man die natürliche Farbe von Gewürzen intensivieren und den langsamen Abbau der natürlichen Farbe der Gewürze überdecken. Auch die Färbung anderer Lebensmittel, z. B. rohe Palmöle, die natürlicherweise ebenfalls rot-orange sind, ist möglich. Da diese Sudanfarbstoffe zur einer besonderen Gruppe innerhalb der Azofarbstoffe gehören, gegen die es erhebliche gesundheitliche Bedenken gibt, werden in Frage kommende Lebensmittel auf das Vorkommen dieser nicht zugelassenen Farbstoffe untersucht.

Gewürze, die aus Drittländern importiert werden, müssen gemäß der EU-Verordnung 669/2008 bei der Einfuhr in die EU stichprobenweise untersucht werden.

Die Untersuchungen von Gewürzen im LGL haben seit 2006 keine Nachweise von Sudanfarbstoffen mehr ergeben.