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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Sorbinsäure

Sorbinsäure ((E,E)-2,4-Hexadiensäure – CAS-Nr. 110-44-1) ist eine chemische Verbindung, die als Konservierungsstoff für bestimmte Lebensmittel und Kosmetika zugelassen ist. Darüber hinaus wird sie auch in einigen pharmazeutischen Produkten und Futtermitteln eingesetzt. In der Natur kommt Sorbinsäure in Form von "Parasorbinsäure" (eine cyclische chemische Verbindung) in Vogelbeeren vor.

Sorbinsäure und ihre Salze sind für den Menschen gut verträglich und führen nicht zu sensorisch wahrnehmbaren Veränderungen der Lebensmittel. Deshalb sind sie derzeit die in Lebensmitteln am häufigsten eingesetzten Konservierungsmittel. Sie hemmen das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen sowie von vielen Bakterien. Einige Bakterien wie z. B. verschiedene Milchsäurebakterien oder Clostridien werden von Sorbinsäure nur wenig beeinflusst. Einige spezielle Mikroorganismen können Sorbinsäure chemisch umwandeln und damit ihre konservierende Wirkung aufheben. Sorbinsäure und ihre Salze entfalten ihre Wirkung bei sauren und eher pH-neutralen Lebensmitteln. Ihr Einsatzbereich ist daher sehr vielfältig und umfasst v. a. Backwaren, Käse, Fruchtsäfte, Wein, Margarine, Marmeladen, Gelees und Trockenfrüchte.

Wenn Lebensmittel mit Sorbinsäure oder ihren Salzen haltbar gemacht werden, ist dies u. a. an dem Hinweis "konserviert" oder "mit Konservierungsmittel" zu erkennen. Bei Lebensmitteln in Fertigpackungen (Erzeugnisse in Verpackungen beliebiger Art, die in Abwesenheit des Käufers abgepackt und verschlossen werden, wobei die Menge des darin enthaltenen Erzeugnisses ohne Öffnen oder merkliche Änderung der Verpackung nicht verändert werden kann – § 6 Absatz 1 des Eichgesetzes) muss zusätzlich der eingesetzte Konservierungsstoff genannt werden. Dann finden sich in der Zutatenliste entweder die jeweiligen Bezeichnungen und/oder die E-Nummern E 200 (Sorbinsäure), E 202 (Kaliumsalz) oder E 203 (Calciumsalz).