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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Bayern-Ei, ergänzende Fakten zur Berichterstattung

Der Bayerische Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung berichten gemeinsam seit ungefähr zwei Jahren über ein europäisches Salmonellen Ausbruchsgeschehen im Jahr 2014 in Zusammenhang mit der FA. Bayern-Ei. Dabei werden massive Vorwürfe gegenüber dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erhoben. Auf der Basis der uns vorliegenden Unterlagen weisen wir diese Vorwürfe zurück.

Das LGL hat seit 2015 mehrere hundert Einzelfragen von BR und SZ beantwortet, zu dem Geschehen ausführlich im Umwelt- und Verbraucherausschuss des Bayerischen Landtages berichtet und zahlreiche Landtagsanfragen beantwortet. Folgende Punkte haben dennoch in der Berichterstattung keine hinreichende Berücksichtigung gefunden:

  • Erst durch das Handeln der bayerischen Behörden konnte das europäische Ausbruchsgeschehen durch Salmonellen auf Handelseiern der FA. Bayern Ei gestoppt werden. Die Behörden haben alle gebotenen Maßnahmen so rasch es lebensmittelrechtlich möglich war ergriffen. weitere Informationen...
  • Die im Rahmen der Ausbruchsermittlung eingesetzten Verfahren waren zweckmäßig und zielführend. Das von Bayern-Ei ausgehende Ausbruchsgeschehen umfasste lediglich im Ausland klar erkennbare Ausbrüche (mehrere Erkrankte mit Verzehr eines kontaminierten Lebensmittels). Bei den sporadischen Erkrankungsfällen in Bayern konnte anders als z. B. in Frankreich ein Zusammenhang mit Bayern-Ei nicht nachgewiesen werden. weitere Informationen...
  • Zielrichtung und Möglichkeiten von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und dem Vorgehen von Verbraucherschutzbehörden unterscheiden sich maßgeblich. Während die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen dazu dienen, aus einer ex-post Betrachtung für eine Anklage konkret Geschädigte zu finden, steht bei den Gesundheits- und Verbraucherschutzbehörden die unmittelbare Gefahrenabwehr, also die Unterbrechung des europaweiten Ausbruchs im Vordergrund. Dies ist im konkreten Fall geschehen. weitere Informationen...
  • Ein kausaler Zusammenhang zwischen Maßnahmen des LGL zur Ausbruchsbekämpfung und einem Todesfall in Österreich kann schon rein zeitlich ausgeschlossen werden, da der Erkrankungszeitpunkt Anfang Juli vor dem ersten ermittlungsauslösenden Verdachtsmoment aus Österreich lag (Schnellwarnung vom 31.7.2014). In dem Bericht „Angehörige kritisieren Bayerns Behörden“ von SZ vom 14.02.2017 und Report München (ARD) wird dennoch der Eindruck erzeugt, das Handeln des LGL hätte diesen Todesfall in Österreich verhindern können. weitere Informationen...
  • Eine Ausweitung des Umfanges der zurückgenommenen Chargen war anderslautenden Behauptungen zum Trotz (Vgl. z. B. SZ vom 02.12.2015 „Eiertanz“) rechtlich nicht möglich, was auch ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Martin Holle vom 16.11.2015, erstattet im Auftrag der Fraktion der SPD im Bayerischen Landtag, bestätigt. weitere Informationen...
  • Nach Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes ist der FA. Bayern-Ei unter Auflagen die Wiederaufnahme der Produktion zu gestatten. Derzeit bringt ein Standort der FA. Bayern Ei wieder B-Eier in Verkehr. Die Aussage „Übrigens: Die Firma Bayern-Ei darf trotz der massiven Vorwürfe wieder Eier ausliefern“ (Report München am 13. Februar 2017) ist ohne den Verweis auf die Gerichtsentscheidungen missverständlich. weitere Informationen...