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BELA – Bundesweites System zur Erfassung von Daten zu Lebensmitteln, die an lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen beteiligt sind
Erkranken mehr als zwei Personen durch die Aufnahme ein und desselben Lebensmittels, handelt es sich definitionsgemäß um einen lebensmittelbedingten Ausbruch.
Die Anzahl von Lebensmittel bedingten Erkrankungen ist in Deutschland mit über 100.000 gemeldeten Fällen pro Jahr nach wie vor hoch (2009), wobei die Dunkelziffer noch deutlich darüber liegen dürfte. Dabei können einzelne Menschen erkranken oder ganze Gruppen (alte Menschen in Pflegeheimen, Patienten in Krankenhäusern, Reisegesellschaften). Um die Erkrankungszahlen zu senken, müssen die Ausbrüche selbst und deren Ursachen erfasst und ausgewertet werden, um Lebensmittel mit einem höheren Risiko für bestimmte Erkrankungen oder Produktionsverfahren, die Keime nicht ausreichend abtöten, besser zu erkennen. Diese Erkenntnisse dienen als Grundlage für zukünftige Vorbeugestrategien. Ein wichtiges Instrument zur Erfassung dieser Ausbrüche ist das bundesweite Erfassungssystem für Lebensmittel, die an Ausbrüchen beteiligt sind (BELA). Auf der Grundlage der 2008 in Kraft getretenen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Zoonosen Lebensmittelkette sammelt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Daten zu den Lebensmitteln, die von den amtlichen Überwachungseinrichtungen erhoben werden. In Bayern werden diese Daten zunächst am LGL gebündelt, dort einer ersten Sichtung und Bewertung unterzogen und dann an das BfR weitergeleitet.
