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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Bayern-Ei

Seit ungefähr zwei Jahren wird das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in der gemeinsamen Berichterstattung von Bayerischem Rundfunk und Süddeutscher Zeitung mit zahlreichen Vorwürfen konfrontiert, die das Behördenhandeln im Rahmen des europäischen Salmonellen Ausbruchsgeschehens im Jahr 2014 in Zusammenhang mit der Fa. Bayern-Ei betreffen. Wir weisen diese Vorwürfe auf der Basis der uns vorliegenden Fakten, die wir hier auszugsweise darstellen wollen, zurück.

LGL warnt vor Do-it-yourself-Gentechnik-Baukasten aus den USA

Das LGL warnt vor der Verwendung des Do-it-yourself -Gentechnik-Baukastens „The CRISPR Cas 9 Bacterial Genomic Editing Kit “ der Firma The Odin, USA. Das LGL hat in diesem Baukasten potenziell krankheitserregende Bakterien nachgewiesen, die darin nicht enthalten sein dürften, darunter Enterococcus faecalis und Klebsiella pneumoniae. Beide Erreger können unter anderem Sepsis, Harn- und Wundinfektionen hervorrufen. Eine mögliche Infektion beim Umgang mit den in dem Baukasten enthaltenen Krankheitserregern kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine Verbreitung in der Bevölkerung ist allerdings unwahrscheinlich und eine wirksame medizinische Behandlung im Erkrankungsfall normalerweise gegeben.

Brückenprofessur für Prävention und Gesundheitsförderung

Die Präsidenten der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und des LGL unterzeichneten am 24. März feierlich einen Kooperationsvertrag, um die bereits bestehende langjährige Zusammenarbeit bei den Themen Medizin und Gesundheit zu vertiefen. Damit verbunden ist auch die Einrichtung einer neuen W2-Brückenprofessur mit Leitung des neu geschaffenen LGL-Instituts für Kurortmedizin und Gesundheitsförderung in Bad Kissingen.

Im Rahmen der Kooperation werden LGL und JMU Konzepte zur Begleitforschung bestehender Förderprogramme entwickeln und die Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Universität und weiteren Institutionen in Bayern auf den Gebieten der Gesundheitsförderung, Prävention und ambulanten Versorgung vorantreiben.

Erkrankungsfälle durch Red Snapper (Lutjanus malabaricus) -Fischfilets

Die bayerischen Behörden raten vom Verzehr von Red Snapper (Lutjanus malabaricus) -Fischfilet aus Vietnam tiefgefroren, Fanggebiet Westpazifik FAO 71, Losnummer Lot: VN/385/III/122 und Lot: VN/385/III/124 ab. Das genannte Fischfilet steht in Verdacht, mit Algentoxinen belastet zu sein, die zu Vergiftungen führen können. Das LGL hat für Fragen unter 09131 6808 5101 eine Hotline geschaltet. Die Warnung wird auf www.lebensmittelwarnung.de eingestellt.

Weitere Informationen:

Welt-Tuberkulosetag 2017

Am 24. März 2017 ist Welttuberkulosetag. An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass jährlich immer noch ca. 10,4 Millionen Menschen neu an Tuberkulose erkranken und 1,4 Millionen Menschen an dieser Erkrankung sterben.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgenden Links:

„Gesundheit für Alle“ – Einladung zum 7. LGL Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Unter dem Titel „Gesundheit für Alle“ findet vom 3. bis 5. Mai 2017 in München der 7. LGL-Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BVÖGD), dem Bundesverband der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BZÖG) sowie der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) statt.
„Gesundheit für Alle“ dieses „alte“ Motto der Weltgesundheitsorganisation gewinnt wieder an Aktualität. Der Öffentliche Gesundheitsdienst steht vor der Aufgabe, neue Bevölkerungsgruppen zu integrieren, soziale Ausgrenzung zu vermeiden und dabei möglichst bevölkerungsorientiert vorzugehen. Die Handlungsfelder umfassen die Hygiene, Umweltmedizin und Prävention, den Infektionsschutz und die Kindergesundheit. „Gesundheit für Alle“ spielt aber auch eine Rolle im Gutachtenwesen und in der Gesundheitsberichterstattung.

Das Programm der Veranstaltung sowie weitere Informationen zu diesem wissenschaftlichen und zugleich praxisnahen Kongress finden Sie unter folgenden Links:

Keuchhusten: Säuglinge durch Kokonstrategie schützen!

Aktuell gibt es in Bayern und in ganz Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren viele Keuchhustenerkrankte. Keuchhusten ist hochansteckend und wird durch Tröpfchen übertragen. Die Erkrankung kann sich daher unter Personen ohne vollständigen Impfschutz schnell ausbreiten.

Keuchhusten (Pertussis) ist für Erwachsene zwar unangenehm, aber meist ungefährlich. In Ausnahmefällen, meist bei älteren Menschen, ist eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Für Säuglinge kann Keuchhusten jedoch schwerwiegende Folgen vom Atemaussetzer bis hin zum Atemstillstand haben. Gegen Keuchhusten kann man impfen, allerdings braucht es bei Säuglingen mehrere Impfungen, um den Impfschutz aufzubauen. Um die noch nicht vollständig geimpften Säuglinge zu schützen, ist es wichtig, dass sie keinen Kontakt zu Erkrankten haben. Personen mit Kontakt zu Säuglingen, sollten daher sicherstellen, dass sie über aktuellen Impfschutz verfügen (Kokonstrategie). Bei Keuchhustensymptomen sollte der Kontakt zu Säuglingen vermieden werden, bis eine Keuchhustenerkrankung ausgeschlossen wurde.

Achtung: Eine Keuchhustenerkrankung in der Kindheit führt nicht zu einer lebenslangen Immunität, daher ist auch in diesem Fall zur Impfung zu raten. Die Keuchhustenimpfung kann in Verbindung mit der Impfung gegen Tetanus und Diphterie und ggf. auch Kinderlähmung durchgeführt werden, nähere Informationen bekommen Sie bei Ihrem Arzt.

Geflügelpest in Bayern

Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Bayern ist in den letzten Wochen rückläufig. Die allgemeine Stallpflicht und das Verbot von Ausstellungen und Märkten für ganz Bayern wird aufgehoben. Ab sofort gibt es nur noch bei neuen Nachweisen von Geflügelpest eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht und ein Marktverbot im Rahmen von obligat einzurichtenden Restriktionsgebieten nach der Geflügelpestverordnung.
Zuvor wurde in zahlreichen Landkreisen und Städten in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken bei Wildvögeln das hochpathogene Influenza A-Virus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen. Auch in mehreren Geflügelbeständen und einem Wildpark wurde die hochpathogene Form dieser Tierseuche festgestellt.

Weitere Informationen:

Die Influenzawelle neigt sich dem Ende zu

Nach dem frühzeitigen Beginn der aktuellen Influenzasaison Mitte Dezember 2016 ist der Gipfel der Welle in Bayern seit Anfang Februar 2017 überschritten.

Die über die Meldepflicht gemeldete Anzahl an laborbestätigten Influenzaneuerkrankungen sank von maximal 3141 Meldungen in der 6. Kalenderwoche (KW) auf 412 in der 10. KW. Auch die über das Bayern Influenza Sentinel ermittelte Positivenrate sank von fast 60% in KW 4 auf 15% in der 10. KW. Dies bedeutet, dass nur noch jeder 7. Patient mit einer akuten Atemwegsinfektion an Influenza erkrankte. In dieser Saison dominierte das Grippevirus, Influenza A-Virus Subtyp H3N2 fast ausschließlich.

Da die durch Influenzaviren ausgelöste Grippe keine harmlose Erkrankung ist und unter Umständen bei Menschen mit Grunderkrankungen lebensbedrohliche Komplikationen hervorrufen kann, ist eine gute Händehygiene zum Schutz vor Ansteckung äußerst wichtig. Die Übertragung der Influenzaviren erfolgt zumeist über Tröpfchen, insbesondere beim Husten oder Niesen. Darüber hinaus ist eine Übertragung durch Hand-Mund-/Hand-Nasen-Kontakt möglich (z. B. beim Händeschütteln).

Verbesserung der Pollenflugvorhersage durch das Projekt ePIN

Die ersten Haselpollen fliegen seit Mitte Februar und bilden somit den Start für die Pollensaison 2017 in Bayern. Schon wenige Pollen von Hasel, Erle oder Birke genügen, um bei Allergikern Beschwerden, z. B. in Form von einer laufende Nase, Niesen oder Juckreiz, auszulösen. Von allen allergischen Erkrankungen stellen durch Pollen verursachte Allergien den größten Anteil dar. Je besser die Informationslage über den aktuellen Pollenflug ist, desto besser können Betroffene rechtzeitig reagieren.

Mit dem vom LGL koordinierten Projekt (elektronisches Polleninformationsnetzwerk Bayern) soll weltweit erstmalig ein modernes Polleninformationsnetzwerk auf elektronischer Basis aufgebaut werden. Die Hauptziele von ePIN sind eine grundlegende Verbesserung der Qualität der Pollenflugvorhersage in Bayern, eine substantielle Verbesserung der Datenlage für die allergie- und gesundheitsbezogene Klimaforschung sowie eine langfristige Verbesserung der bayernweiten Datengrundlage zum Klimamonitoring.

15 Jahre LGL

Im Jahr 2017 wird das LGL 15 Jahre alt. Aus diesem Anlass stellt das LGL seine Arbeitsgebiete in den beiden Vortragsreihen „Erlanger Runde“ und „Schleißheimer Forum“ in der ganzen Bandbreite vor.
Alle Vorträge werden in diesem Jahr durch Mitarbeiter des LGL gestaltet. Sie berichten über ihre Arbeitsgebiete und Forschungsaktivitäten. Mit 22 Vorträgen aus den verschiedenen Landesinstituten wird ein großer Umfang an unterschiedlichen Fachthemen präsentiert. Die Vorträge sind öffentlich; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Tierschutz bei der Schlachtung

Das LGL führt derzeit zusammen mit den Vollzugsbehörden vor Ort ein „Sonderkontrollprogramm Tierschutz im Schlachthof“ durch. Das Sonderkontrollprogramm soll die Eigenkontrollen der Betriebe im Tierschutz überprüfen. Nur wenn der Schlachthofunternehmer seine Verantwortung zur betrieblichen Eigenkontrolle konsequent wahrnimmt, ist zu erwarten, dass keine Tierschutzmängel auftreten.
Außerdem hat die Bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf das LGL zusätzlich mit der Durchführung eines „Sonderkontrollprojektes Tierschutz“ beauftragt. Im Jahr 2017 werden unter Leitung der Spezialeinheit des LGL große Schlachtbetriebe in Bayern kontrolliert. Das neue Projekt soll damit auch die Übergabe von Schlachthöfen an die neue Kontrollbehörde vorbereiten, die im Rahmen der geplanten Reform der Veterinärverwaltung in Bayern Anfang 2018 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Die Nährwertdeklaration wird zur Pflichtangabe

Am 13. Dezember 2016 wird die Nährwertdeklaration für verpackte Lebensmittel verpflichtend. Ab diesem Zeitpunkt müssen bei allen vorverpackten Lebensmitteln der Brennwert sowie der Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz in Tabellenform angegeben werden. Die entsprechenden Vorschriften der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 25. Oktober 2011 (Lebensmittelinformationsverordnung bzw. LMIV) sind bereits seit 2011 in Kraft, gelten jedoch erst ab 13. Dezember 2016. Die Verordnung sieht auch einige Ausnahmen von der verpflichtenden Nährwertdeklaration vor, z. B. für die Abgabe kleiner Mengen direkte vom Hersteller an den Endverbraucher.

Listeriennachweise in Fleisch- und Wurstwaren und vegetarischen Produkten

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes haben das Bayerische Verbraucherschutzministerium und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit 27.05.2016 davon abgeraten, Produkte der Fa. Sieber, Geretsried, zu konsumieren. Inzwischen sind diese Produkte (auch bei Eigenmarken des Handels) zurückgerufen und aus dem Handel genommen worden, da die Produkte möglicherweise mit Listerien belastet waren. Um die Sicherheit ihrer Produkte wiederherzustelllen, wurden der Firma verschiedene behördliche Auflagen auferlegt, bevor sie erneut Produkte in Verkehr bringen darf. Da diese Auflagen inzwischen erfüllt sind, ist das Verbot des Inverkehrbringens zum 24.08.2016 weggefallen und die Firma Sieber darf nun wieder Produkte in Verkehr bringen.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2016

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden in keiner der untersuchten 121 Saatgutproben (3 Luzerneproben, 88 Maisproben, 20 Sojaproben, 10 Winterrapsproben) gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.