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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Aviäres Influenzavirus des Subtyps A(H5N8) - Risikoeinschätzung für Menschen

Bisher hat sich am für Vögel hochpathogenen (stark krankmachenden) aviären Influenzavirus des Subtyps A(H5N8) weltweit noch kein Mensch angesteckt. Dieser Virus-Subtyp ist bereits seit einigen Jahren bekannt. Es gibt weiterhin auch keine Hinweise für eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung mit aviären Influenzaviren. Bisher beobachtete Genmutationen in H5N8 haben eine Überschreitung der Speziesbarriere von Vogel zu Mensch nicht begünstigt. Wer einen kranken oder verendeten Wildvogel findet, sollte dennoch unbedingt einen direkten Kontakt vermeiden und sich an die zuständige Veterinärbehörde wenden.

Nach bisherigen Erfahrungen mit anderen hochpathogenen aviären Influenza-Virus-Subtypen scheint es nur bei engem Kontakt mit erkrankten oder verendeten Vögeln sowie deren Produkten oder Ausscheidungen zur Übertragung der Viren vom Tier auf den Menschen zu kommen. Auf die Empfehlungen des RKI aus dem Jahr 2006 zur Prävention bei Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko durch (hochpathogene) aviäre Influenza A/H5 wird hingewiesen:

Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Prävention bei Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko durch (hochpathogene) aviäre Influenza A/H5 (PDF, 73 KB)

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine Übertragung des Erregers H5N8 über infizierte Lebensmittel theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich. Es gibt bisher keine Belege für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleisch von infizierten Tieren (Mitteilung des BfR Nr. 032/2016 vom 10. November (PDF, 33 KB)). In jedem Fall sollten aber bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten die allgemeinen Hygieneregeln befolgt werden (Sieben Hauptregeln zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln)

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