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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Mikrobiologische Untersuchungen bei Wasserspendern

Was untersucht das LGL?

In Krankenhäusern, Arztpraxen, Altenheimen, Supermärkten, Geschäften und vielen anderenWasserspender öffentlichen Gebäuden werden immer häufiger Geräte aufgestellt, an denen man sich mit bereit gestellten Pappbechern Wasser zapfen kann. Über Zapfstellen wird meist gekühltes oder mit Kohlensäure versetztes Wasser abgegeben. Derartige Wasserspender können entweder direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen sein oder aber freistehend als so genannter "Watercooler" mit austauschbaren Wasserbehälteraufsätzen betrieben werden.

Das LGL untersucht Proben aus Wasserspendern nach Anlage 1 Teil II der TrinkwV 2001 mikrobiologisch, wobei folgende Kriterien erfüllt sein müssen, um die Probe als einwandfrei beurteilen zu können:

  • kein Nachweis von Escherichia coli und Enterokokken als Hinweis für eine frische Warmblüterfäkalienverunreinigung in jeweils 250 ml
  • kein Nachweis von Coliformen und von Pseudomonas aeruginosa in jeweils 250 ml;
  • nicht mehr als 100 Koloniebildner bei 22° C und 20 Koloniebildner bei 36 °C in jeweils 1 ml als Anzeiger für betriebliche Hygienemängel.

Betriebliche Hygienemängel wären beispielsweise auf ein unzulängliches Gerätekonzept, unsachgemäße Reinigungen, zu lang bemessene Wartungsintervalle oder auch Standortprobleme zurückzuführen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen: 2003 bis 2005

Die Untersuchung von 52 Wasserproben im Jahr 2003 ergab in 42 Proben Beanstandungen: Ein Mal traten Coliforme, 34-mal erhöhte Koloniezahlen bei 22°C und 37-mal erhöhte Koloniezahlen bei 36°C auf.

Im Jahr 2004 mussten 64 von 96 Proben beanstandet werden, wobei zweimal Coliforme, zweimal Pseudomonas aeruginosa, 42-mal erhöhte Koloniezahlen bei 22°C und 58-mal erhöhte Koloniezahlen bei 36°C nachgewiesen wurden.

Auch die Ergebnisse des Jahres 2005 lagen in einem ähnlichen Bereich: 45 von 83 Proben hatten Überschreitungen, wobei ein Mal Coliforme, sechsmal P. aeruginosa und erhöhte Koloniezahlwerte 29-mal bei 22 °C und 35-mal bei 36 °C gefunden wurden.

Hygiene-Empfehlungen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die hygienische Beschaffenheit von Wasserspendern und die von ihnen ausgehende mikrobielle Gefahr für den Verbraucher bewertet und dafür Daten einer bundesweiten Untersuchung von öffentlich zugänglichen Wasserspendern analysiert und ausgewertet.
Das BfR sieht aufgrund der mikrobiologischen Überschreitungen ein erhebliches lebensmittelhygienisches Problem und rät, solche mikrobiellen Verunreinigungen schon im Voraus zu vermeiden. Es empfiehlt den Aufstellern von freistehenden Wasserspendern, die in den "Leitlinien für Gute Hygiene-Praxis für Watercooler-Unternehmen" der German Bottled Watercooler Association (GWBA) beschriebenen Hygieneanforderungen unbedingt einzuhalten. Sinngemäß sollten diese auch auf die direkt an die Trinkwasserinstallation angeschlossenen Systeme übertragen werden.

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