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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Das LGL warnt vor Bezug von Grippemedikamenten aus unsicheren Quellen

Im Zusammenhang mit der Influenza A/H1N1 warnt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vor dem Bezug von Grippemedikamenten wie Tamiflu bzw. Relenza außerhalb der legalen Vertriebskette. Als Quellen sind hier insbesondere „Online-Apotheken“ zu nennen, die Grippemedikamente auch ohne ärztliche Verschreibung oder nach Verordnung durch einen so genannten „Cyber Doc“ an den Endverbraucher abgeben bzw. versenden.

Wer die Grippemedikamente über solche Vertriebskanäle besorgt, geht ein großes Risiko ein, denn die Erfahrung zeigt, dass Arzneimittel aus unsicheren Quellen oft gefälscht sind: Enthalten sie gar keinen Wirkstoff, so unterbleibt eine wirksame Therapie der Influenza – ggf. mit schweren gesundheitlichen Folgen für den Einzelnen. Ist zu wenig Wirkstoff in den Grippemedikamenten vorhanden, so ist die Therapie stark gefährdet; zudem wird das Entstehen resistenter Virusstämme gefördert, die sich dann ungehindert verbreiten können. Risiken können außerdem durch gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Arzneimittelfälschungen entstehen.

Die rezeptpflichtigen Medikamente Tamiflu bzw. Relenza sollen nur auf ärztliche Anordnung hin eingenommen werden. Eine prophylaktische Einnahme über einen längeren Zeitraum kann dazu führen, dass die Arzneimittel im Falle einer Infektion mit dem Erreger nicht mehr wirksam sind.

Verbraucher sollten zu ihrer eigenen Sicherheit beim Bezug die bestehenden legalen Vertriebskanäle für Arzneimittel nutzen.

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