Lebensbaumlogo Geschäftsbereich lebensministerium.bayern.de

Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Aromatische Amine

Aromatische Amine - Verursacher von Krebs nach beruflicher Exposition und potentieller Risikofaktor für die Krebsentstehung bei der Allgemeinbevölkerung

Aromatische Amine sind von besonderem Interesse, da eine Reihe von Verbindungen als krebserzeugende Substanzen ein hohes Gesundheitsrisiko darstellen.

Anilin wird zum Beispiel seit Jahrzehnten mit der Entstehung von Blasenkrebs am Arbeitsplatz in Verbindung gebracht. Welchen Beitrag die aromatischen Amine bei der Krebsentstehung der Bevölkerung leisten, ist dennoch unklar. In Deutschland hat Blasenkrebs jährlich einen Anteil von ca. 5 % an den Krebsneuerkrankungen in der Bevölkerung.

Aromatische Amine kommen ubiquitär in der Umwelt des Menschen vor. Der Mensch kommt über viele Quellen mit dieser Stoffklasse in Kontakt. Schlagzeilen in den Medien wie "Haarfärbemittel sollen Blasenkrebs erhöhen" oder "Gift im Leder " verdeutlichen dies. Eine systematische Untersuchung zur Höhe der Belastung der Bevölkerung, zur Klärung der Beiträge einzelner Expositionsquellen und zu den mit diesen Belastungen verbundenen Gesundheitsrisiken liegt dennoch nicht vor. Deswegen wurde diese Substanzklasse in das Forschungsprojekt einbezogen.

Mehr zu diesem Thema

Allgemeine Informationen zum Thema