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Forschung für die Verbrauchersicherheit
Lebensmittelchemie, Humanmedizin, Veterinärmedizin oder Molekularbiologie sind Beispiele für Tätigkeitsfelder des LGL, die einem schnellen Wandel von Methoden sowie hohem Erkenntniszuwachs unterliegen. Um seine Aufgaben im Sinne des vorsorgenden Verbraucherschutzes und zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier erfüllen zu können, führt das LGL sowohl im eigenen Hause, wie auch in Kooperation mit externen wissenschaftlichen Einrichtungen zeitlich begrenzte Forschungsvorhaben durch.
Ausgangsbasis
Impulse für Forschungsprojekte erhalten wir durch:
- besondere Auffälligkeiten bei Routineuntersuchungen
- Beobachten der Forschungslandschaft und Auswertung neuer Forschungsergebnisse
- Adaptation neuer Methoden auf hausinterne Untersuchungen
- Notwendigkeit zur Methodenentwicklung
- Anfragen aus der Lebensmittel produzierenden Industrie
- Schwerpunktsetzungen durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG)
Validierung
Die Validierung der Fragestellung des Forschungsprojektes durch ausführliche Recherche von wissenschaftlichem Hintergrundmaterial und Rücksprache mit den Fachlaboren fokussiert das Thema. Ergibt sich aus einer Risikoanalyse ein Gefährdungspotential, wird der daraus resultierende Handlungsbedarf formuliert und ein Projekt konzipiert.
Durchführung
Die Durchführung von Forschungsprojekten erfolgt in Form von Screening- und Reihenuntersuchungen oder auch durch die Weiterentwicklung von Methoden. Durch das hohe Untersuchungsaufkommen im LGL verfügt das Haus über einen großen Bestand an Daten und Proben, welche als wissenschaftlich interessante Materialien für externe Partner angeboten werden. Kooperationen mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen finden bereits statt. Die im LGL durchgeführten und etablierten Methoden vieler Spezialuntersuchungen können auch im Rahmen von internationalen Projekten, z.B. im 6. Rahmenprogramm der EU, eingebracht werden und sind hier konkurrenzfähig.
Finanzierung
Zur Finanzierung werden z.T. eigene Haushaltsmittel verwendet. Es besteht auch die Möglichkeit, in einem kompetitiven Verfahren beim StMUG oder anderen Fördereinrichtungen Mittel zu beantragen. Die Förderung über Drittmittel, z.B. von EU, Bund und fachspezifischen Verbänden, wird vom LGL intensiv angestrebt.
Zielsetzung
Die im LGL betriebene anwendungsorientierte Forschung stellt sicher, dass auch in Zukunft eine zeitgemäße Analytik am LGL betrieben werden kann, die kostenorientiert und alle erfassbaren Gesundheitsgefahren abdeckend ist. Nur auf der Basis belastbarer Daten kann die Notwendigkeit einer Vorsorgemaßnahme gegen eine mögliche Bedeutungslosigkeit eines Anfangsverdachtes abgewogen werden, und somit ein sachlich fundierter Ratschlag an die politischen Entscheidungsträger begründet werden.
