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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Sozialmedizin / Rehabilitationswesen

Aufgabe

Die Sozialmedizin umfasst die Untersuchung der Häufigkeiten und der Verteilung der Volkskrankheiten im Zusammenhang mit der sozialen und natürlichen Umwelt sowie der Organisation des Gesundheitswesens einschließlich der Einrichtungen der sozialen Sicherung, der Begutachtung und der wissenschaftlichen Bewertung.

Die als medizinische Sachverständige tätigen Ärzte nehmen damit vielfältige Begutachtungs- und Beratungsaufgaben für Sozialleistungsträger wahr. Wenngleich grundsätzlich die Gewährung oder Versagung von Sozialleistungen der Verwaltung obliegt, kommt der medizinischen Stellungnahme doch eine herausragende Bedeutung zu. Der Erwerb und die Sicherung sozialmedizinischer Kompetenz als unabhängige medizinische Sachverständige ist eine vorrangige Aufgabe dieser Bereichsqualifikation.

Dazu gehören sowohl ein sozialmedizinisches Grundlagenwissen und sozialrechtliche Kenntnisse, als auch die Thematik der Prävention und Rehabilitation und eine umfassende Einführung in die sozialmedizinische Begutachtung. Darüber hinaus sind für eine realistische sozialmedizinische Leistungsbeurteilung fundierte Kenntnisse von Anforderungsprofilen verschiedenster Arbeitsplätze unerlässlich.

Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass sozialmedizinische Kenntnisse ausschließlich für gutachterliche Belange von Bedeutung sind. Durch die Zunahme chronischer Krankheiten in unserer Gesellschaft und den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Folgen erwächst gerade daraus die unabdingbare Erweiterung des Gesichtsfeldes für ein ganzheitliches Krankheitsverständnis.

Berufsbild

Geprägt durch das spezielle Aufgabenspektrum ist für sozialmedizinisch tätige Ärzte eine zusätzliche Qualifizierung einerseits für sozialmedizinisches Grundlagenwissen und sozialrechtliche Kenntnisse, andererseits für die Thematik der Prävention und Rehabilitation sowie eine umfassende Einführung in die sozialmedizinische Begutachtung erforderlich. Darüber hinaus sind für eine realistische sozialmedizinische Leistungsbeurteilung fundierte Kenntnisse von Anforderungsprofilen der verschiedensten Arbeitsplätze unerlässlich.

Zumeist rekrutieren sich die Teilnehmer der sozialmedizinischen Weiterbildungskurse aus den verschiedensten Sozialleistungsinstitutionen und sind konsekutiv in ganz unterschiedliche Aufgabenstellungen eingebunden.

Der Teilnehmerkreis für den Weiterbildungskursen Sozialmedizin setzt sich - auch bedingt durch die Zugangsvoraussetzungen für die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin - in erster Linie aus sozialmedizinisch tätigen Ärzten beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen, bei der gesetzlichen Rentenversicherung, bei der Arbeitsverwaltung und der Versorgungsverwaltung, im öffentlichen Gesundheitsdienst, in Rehabilitationskliniken und in sonstigen Institutionen des Gesundheitswesens zusammen. Darüber hinaus nehmen an diesen Kursen zum Teil auch Ärzte teil, die sozialmedizinische Kenntnisse für ihre Praxistätigkeit und als Gutachter einsetzen möchte, ohne die Zusatzbezeichnung anzustreben.

Weiterbildungsordnung

Seit 01.08.2004 ist in Bayern die "neue" Weiterbildungsordnung rechtsverbindlich.

Falls Sie Ihre Weiterbildung vor dem 01.08.2004 begonnen haben, gilt für Sie die "alte" Weiterbildungsordnung mit Übergangsfristen. Informationen dazu erhalten Sie auch bei der: Bayerischen Landesärztekammer.

Kollegen aus den anderen Bundesländern wenden sich bitte an die jeweils zuständige Landesärztekammer.

Kurse

Weiterbildung für die Erlangung der Zusatzbezeichnung "Sozialmedizin" / "Rehabilitationswesen".

Kursinhalte

Die 2-wöchigen sozialmedizinischen Weiterbildungskurse sind gebührenpflichtig und sollten in der Reihenfolge Teil A bis D und Teil E bis H absolviert werden.

Grundkurs Sozialmedizin/Rehabilitationswesen

Kurswoche A – B 15.04. – 24.04.2013
Kurswoche C – D 11.11. – 22.11.2013.

Aufbaukurs Sozialmedizin

Aufbaukurs Sozialmedizin EF: 19.03.- 30.03.2012
Aufbaukurs Sozialmedizin GH : 08.10.-19.10.2012

  • Die Kursgebühr beträgt pro Kursteil und Teilnehmer 475.00 €
  • zuzüglich Verwaltungsgebühr pro Kursteil und Teilnehmer 25.00 €

Anmerkung

Seit Januar 1997 können wir nach Abstimmung mit der Bayerischen Landesärztekammer einen gemeinsamen Grundkurs Sozialmedizin / Rehabilitationswesen anbieten. Den Aufbaukurs Sozialmedizin können Sie 2002 an der Bayerischen Akademie für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin absolvieren, nicht jedoch den Aufbaukurs Rehabilitationswesen.

Die Einbindung Rehabilitationswesen in unseren Grundkurs macht es erforderlich, den Themenblock Rehabilitation, Gesundheitserziehung ab 1997 aus dem Aufbaukurs in den Grundkurs zu verlagern und dafür den Themenblock Arbeitsmedizinische, hygienische und ökologische Grundbegriffe in den Aufbaukurs aufzunehmen.

Weitere Details werden bei der Eröffnung der einzelnen sozialmedizinischen Kurse angesprochen.

Sollten sich durch diese Umstellungsmaßnahmen bei Ihrer Weiterbildung Überschneidungen ergeben, bitten wir Sie um persönliche Rücksprache.

Zusatzinformation

Weiterbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung "Rehabilitationswesen", Aufbaukurs Teil 1 und 2

Der Aufbaukurs Rehabilitationswesen wird von der m&i-Klinikgruppe Enzensberg in Verbindung mit der Sozial- und Arbeitsmedizinischen Akademie Baden-Württemberg e.V. angeboten.

Kursorte

Teil 1

  • m&i-Fachklinik Herzogenaurach
  • In der Reuth 1
  • 91074 Herzogenaurach

Teil 2

  • m&i-Fachklinik Hohenurach
  • Immanuel-Kant-Straße 31
  • 72574 Hohenurach

Anmeldung / Information für beide Kursteile 1+2:

  • m&i-Fachklinik Herzogenaurach
  • Sekretariat Kaufmännische Direktion, Frau Christine Schuster
  • In der Reuth 1
  • 91074 Herzogenaurach
  • Tel. 09132 / 83 - 3039
  • Fax 09132 / 83 - 3000

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