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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Staatl. Berufsfachschule für Veterinärmedizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten: MTA-V-Schule

Die staatl. Berufsfachschule für MTA-V ist dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Dienststelle Oberschleißheim, angeschlossen.

Lesen Sie dazu das Interview von Ruth M. Nitz der Zeitschrift MTA-Dialog über das Berufsbild der VMTA (PDF, 17KB)

Zeichnung mit Tieren

Seit 2002 gehört die staatl. Berufsfachschule für MTA-V zur AGL . Sie ist mit modernsten Unterrichtsmedien ausgestattet.

Die Ausbildung untergliedert sich in Theorie und Praxis. Die praktische Ausbildung erfolgt in kleinen Gruppen, wodurch der Unterricht so effektiv wie möglich gestaltet werden kann.

Schuladresse:

Staatl. Berufsfachschule für MTA-V
Veterinärstr. 2
85762 Oberschleißheim
Tel: 09131 / 6808 - 5317/5383/5116
Fax: 09131 / 6808 5 - 222

Email: vmta-schule@lgl.bayern.de

Das Berufsbild

Der Weg zum Beruf der(s) Veterinärmedizinisch-technischen Assistentin bzw. Assistenten (kurz: MTA-V, früher VMTA)

MikroskopDer Beruf der(s) Veterinärmedizinisch-technischen Assistentin bzw. Assistenten (kurz: MTA-V, früher VMTA) ist vielseitig und abwechslungsreich.

Der Arbeitsplatz der(s) MTA-V ist in erster Linie das Labor. Der direkter Kontakt mit Tieren ist die Ausnahme. Die Aufgaben bestehen in der Durchführung von Laboruntersuchungen zur Diagnostik von Tierkrankheiten, Tierseuchen und zur Überprüfung vom Tier stammender Lebensmittel.

Die Aufgabenstellung der jeweiligen Labors ist sehr unterschiedlich. Es kommen histologische, mikroskopische, biologische, mikrobiologische, immunologische, physikalische, chemische und biochemische Untersuchungsverfahren zur Anwendung. Ähnliche Aufgaben stellen sich im Rahmen wissenschaftlicher Forschung. Auch in humanmedizinischen Labors werden MTA-V‘s auf Grund ihrer Ausbildung eingesetzt.

Der Weg zum Beruf

Rechtliche Grundlagen

Die Ausbildung und Prüfung zur (m) MTA-V ist gesetzlich geregelt im Gesetz über technische Assistenten in der Medizin MTA-Gesetz - MTAG vom 2. August 1993.

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung ist der erfolgreiche Abschluss einer Realschule (mittlerer Bildungsabschluss) oder gleichwertiger Abschluss, mit gutem Notendurchschnitt in den naturwissenschaftlichen Fächern. Außerdem wird ein ärztliches Attest benötigt.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung untergliedert sich in Theorie und Praxis.

Für den praktischen Unterricht und die praktische Ausbildung werden die Schüler in kleine Gruppen eingeteilt, um den Unterricht möglichst effektiv gestalten zu können.

Prüfungen

Nach regelmäßigem und erfolgreichem Besuch der Berufsfachschule erfolgt durch die vorgesetzte Behörde die Zulassung zur staatlichen Prüfung.

Vorgesetzte Behörde der Regierung von Oberbayern

Die Prüfung setzt sich aus einem

  • schriftlichen,
  • praktischen und
  • mündlichen Teil zusammen.

Kosten

An der Schule besteht Schulgeld- und Lehrmittelfreiheit.

Tätigkeitsfelder

Es umfasst folgende Teilbereiche:

Hämatologie/Immunhämatologie/Hämostaseologie

Aunahme mit dem Mikroskop

Untersuchung der geformten Bestandteile des Blutes

Durchführung von Blutgruppenbestimmungen

Untersuchungen zur Feststellung von Störungen der Blutgerinnung.

Bild: Leukämie: Chronisch-myeloische Leukämie, Blutausstrich (Pappenheim-Färbung)


Histologie/Histopathologie/Cytologie/Spermatologie

Arbeit im LaborHerstellung von Gewebsschnitten aus Proben, die z. B. bei Operationen und Sektionen anfallen. Die Dicke dieser Schnitte liegt meist unter 10 µm. Sie werden gefärbt, bzw. immunologisch oder histochemisch untersucht.

Cytologie: Anfertigung von Zellausstrichen, Färbung und technische Beurteilung der Präparate

Spermatologie: Überprüfung der Samenqualität von Haustieren durch Zellzählung und Differenzierung der Zellstruktur.

Bild: Herstellung eines Paraffinschnittes


Immunologie

ImpfstoffeDas Gebiet der Immunologie umfasst z. B.:

die Impfstoffherstellung

die Untersuchung auf Allergene

die Herstellung von Immundiagnostika, z.B. monoklonale Antikörper

Bild: Vakzineherstellung


Klinische Chemie

Arbeiten im LaborDie Klinische Chemie umfasst die Erforschung von Stoffwechselvorgängen gesunder und kranker Tiere und die Anwendung chemisch-analytischer Methoden zur Diagnose, Therapiekontrolle und Verhinderung von Krankheiten.

Untersucht werden Körperflüssigkeiten wie Blut (Plasma, Serum), Liquor und Ausscheidungen (z.B. Harn).

Bild: Photometrie: manuelle Arbeitstechnik


Lebensmittelkunde

Arbeiten im LaborUntersuchung aller vom Tier stammender Lebensmittel: Überprüfung auf Genusstauglichkeit, bzw. Gesundheitsschädlichkeit Rückstandsnachweis von Arzneimitteln und Umweltchemikalien.

Bild: Bestimmung der Keimzahl


Mikrobiologie

Arbeiten im LaborHierzu gehören

  • Bakteriologie
  • Mykologie (Pilzdiagnostik)
  • Virologie
  • Parasitologie
  • Serologie

Bild: Isolieren von Krankheitserregern


Arbeiten im Labor

Typisierung von Krankheitserregern mit Hilfe von molekularbiologischen Methoden


Eier

Nachweis von Antikörpern mit serologischen Methoden


Entwicklungsmöglichkeiten

MTA-V Im Routine- oder Forschungslabor von
An Hochschul- und Forschungseinrichtungen
  • Tierärztlichen Ausbildungsstätten
  • Hochschulinstituten und Kliniken
  • Forschungslaboratorien von Max-Planck-Instituten usw.
Bei Behörden Veterinäruntersuchungsämtern
Im öffentlichen Dienst
  • Tiergesundheitsdiensten
  • Krankenhäusern und Kliniken
  • Schlachthöfen
  • Veterinäruntersuchungsstellen der Bundeswehr
In der Privatwirtschaft Diagnostischen Labors
In der Industrie
  • Molkereien
  • Fleischwarenfabriken
  • Pharmazeutischen Firmen
  • Tätigkeit als Pharmareferent
An Berufsfachschulen Lehrtätigkeit, nach entsprechender Weiterbildung

Ausbildungsbeginn/Bewerbungsunterlagen

Der nächste Ausbildungsgang beginnt im September 2017. Bewerbungen für diesen Kurs sind
ab Oktober 2016 möglich.

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